Powered by scienceintermedia
forschung & lehre

Archiv für: 2005

14.12.05

Master-Studiengang Science Communication geht in die zweite Runde

(openPR) - Der Master-Studiengang Science Communication an der Hochschule Bremen startet im April in sein zweites Jahr. Er wurde im März 2005 gegründet. Miteinander ins Gespräch zu kommen, ist ein Ziel dieses Studiengangs: Wissenschaftler, Journalisten und PR-Experten studieren gemeinsam und bearbeiten Themen aus der Bionik. Der Studiengang wird von erfahrenen Praktikern unterstützt: Es lehren zum Beispiel Marco Finetti von der Süddeutschen Zeitung oder Burkhard Straßmann von der ZEIT.

Der Master-Studiengang Science Communication hat noch Plätze für das Sommersemester frei.

Weitere Informationen zum Studiengang finden Sie unter
http://www.fachjournalistik.de/master.htm

Informationsunterlagen können bei der Studiengangsleitung angefordert werden: fachjournalismus@hs-bremen.de

13.12.05

Wissenschaftskommunikation Online


Anbei eine Publikation, die im Rahmen des BMBF Forschungsprojektes "Research goes public" (2000-2003) entstanden ist.

Hier wurden unter dem Dach der Forschungsstelle "Forschung als Dienstleistung" die Dienstleistungsdimension von Forschung analysiert und Strategien zur sachgerechten Weiterentwicklung des Dienstleistungsgedankens in der Forschung entwickelt und erprobt.

Die Studie "Wissenschaftskommunikation Online" von Kerstin Broichhagen und Traugott Haas, beleuchtet die Nutzung des World Wide Webs von Seiten der Forschungseinrichtungen und zeigt Chancen und Möglichkeiten eines kundenorientierten Internetauftritts auf.

BROICHHAGEN, Kerstin/ HAAS, Traugott: Wissenschaftskommunikation Online. Online-Untersuchung zur Dienstleistungsorientierung wissenschaftlicher Einrichtungen via Internet. Research goes Public. April 2003 - Köln International School of Design

Die Autorinnen haben inzwischen das Zentrum für Forschungskommuninkation (zefo) gegründet.

05.12.05

Forschungergebnisse zum Wissenschaftsjournalismus

Anbei eine Reihe nicht mehr ganz fangfrischer Forschungsberichte des Institutes für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der FU Berlin


Qual der Wahl

Wie Medizinredakteure ihre Themen aussuchen und dabei den Vorgaben des Wissenschaftsbetriebs folgen

PAHL, Carola: Die Bedeutung von Wissenschaftsjournalen für die Themenauswahl in den Wissenschaftsressorts deutscher Zeitungen am Beispiel medizinischer Themen. Magisterarbeit Berlin 1997 >>>

... wie findet man Themen, für die sich ein Redakteur - und hoffentlich auch der Leser - interessiert? Wer Wissenschaftsjournalismus betreiben will kommt an der Lektüre von Fachzeitschriften nicht vorbei. Themen, die in den Wissenschafts-Journalen "Nature", "Science" und "New England Journal of Medicine" erscheinen, werden von Wissenschaftlern stark beachtet. Diese und andere major journals sind auch die Quelle für viele Zeitungsartikel zu wissenschaftlichen Themen.
...Insgesamt wurden 3.383 Artikel im Wissenschaftsteil der acht überregionalen Tages- und Wochenzeitungen ausgewertet (FAZ, SZ, ND, FR, taz, Welt, Zeit und Woche). Etwa 35 Prozent davon waren medizinische Artikel (1173). Von diesen ließen sich 351 Artikel (rund 40 Prozent) auf einen Bericht in einem der führenden Wissenschaftsjournale zurückführen.

Wissenschaft per Nachrichtenagentur

Die Wissenschaftsberichterstattung der Nachrichtenagenturen
und ihr Niederschlag in der Presse.

GÖPFERT, Winfried/ KUNISCH, Philipp: Wissenschaft per Nachrichtenagentur – Forschungsbericht – Berlin,1999 >>>

...Alles zusammengenommen läßt sich sagen: Rund die Hälfte der Wissenschaftsberichterstattung in deutschen Zeitungen wird von den Agenturen geliefert, hauptsächlich von dpa. Dabei
muß man wissen, daß bei dpa nur zwei Wissenschaftsredakteurinnen und einige wenige spezialisierte
Korrespondenten tätig sind. Von diesen Agenturmitarbeitern allerdings stammt mehr als ein Drittel der gesamten Wissenschaftsberichterstattung in den Zeitungen Deutschlands. Die anderen Agenturen setzen überhaupt keine Spezialkräfte für das Themengebiet Wissenschaft ein.
Es besteht also ein großes Mißverhältnis...

Das Rechercheverhalten deutscher Wissenschafts-journalisten/innen
Ergebnisse einer repräsentativen Befragung

STAMM, Ursula: Forschungsbericht Recherchemethoden von Wissenschaftsjournalisten und - journalistinnen Berlin 1995 >>>

Insgesamt wurden in Deutschland 1.700 hauptberufliche Wissenschaftsjournalisten/innen ausgemacht. ....95 Prozent stimmen der Aussage zu, daß Faktenvermittlung eine der Hauptfunktionen der Wissenschaftsberichterstattung ist. Kritik- und Unterhaltungsfunktion halten die Wissenschafts- journalist/innen für weniger wichtig. Geht es konkret darum, Wissenschaftler/innen mit unterschiedlichen Auffassungen zu einem Thema zu befragen, so geben 40 Prozent der Wissenschaftsjournalist/innen an, dies "sehr oft" oder "oft" zu tun (44% "gelegentlich, 16% "selten" oder "sehr selten")....
Wie die Wissenschaftsjournalist/innen die Wissenschaftler/innen sehen: Das Fazit fällt überwiegend positiv aus: 72% der befragten Journalist/innen beurteilen den Kontakt als "überwiegend gut". Dennoch werden Kritikpunkte
genannt: An erster Stelle steht mit 78 Prozent die Erfahrung, daß die Aussagen von Wissenschaftler/innen unverständlich sind, gefolgt von der Klage, daß Wissenschaftler/innen allzu oft eine Korrekturvorlage des Manuskripts erwarten (68%); die Beobachtung, daß Wissenschaftler/innen nicht in der Lage sind, sich von der rein wissenschaftlichen Sichtweise
zu lösen, rangiert auf Platz drei (65%). Es folgt die Erfahrung, daß Wissenschaftler/innen nicht auf journalistische Anforderungen (z.B. Länge eines Statements) eingehen wollen (60%). Ihre "Bringschuld" haben die Wissenschaftler/innen offensichtlich erkannt, denn eine grundsätzliche Auskunftsverweigerung haben nur 15 Prozent der Journalist/innen erfahren.

Unis im Netz

Wie präsentieren sich deutsche/amerikanische/private und staatliche Universitäten im Internet?

KALBE, Andrea: Unis im Netz Eine Inhaltsanalyse von WWW-Angeboten ausgewählter deutscher und US-amerikanischer Universitäten. >>>

Das Internet boomt. Doch die Universitäten nutzen das Netz zur Wissenschaftskommunikation erst zögerlich und unvollkommen. In einer Inhaltsanalyse wurden amerikanische und deutsche, staatliche und private Unis und ihr Webangebot verglichen: Wer wissenschaftliche Inhalte sucht, ist erst mal frustriert ...

Wissenschaft im Fernsehen

Eine Vergleichsstudie 1992 – 1997

SCHOLZ, Esther/GÖPFERT, Winfried Wissenschaft im Fernsehen Eine Vergleichsstudie 1992 – 1997. Berlin 1998 >>>

...im Vergleich zur Untersuchung von 1992, die 627 Wissenschaftsprogramme mit einer Laufzeit von 24.150 Minuten ermittelt hatte, ist dies eine Zunahme um 48 Prozent (nach Minuten, normiert). Zahl und Umfang der Wissenschafts- sendungen haben also innerhalb von 5 Jahren bedeutend zugenommen.
Sendungen mit Themen der Inhaltskategorie „Natur“ treten nach wie vor am häufigsten auf. Die Mehrheit dieser Sendungen sind Tiersendungen. Einzelne Tierarten werden beobachtet und die Verhaltensmuster analysiert. Mit deutlichem Abstand folgen dann die Inhttp://www.blogger.com/img/gl.link.gifhaltskategorien „Medizin“ und „Technologie“.
Auch 1992 traten Sendungen der Inhaltskategorie "Natur" am häufigsten auf. Es folgten dann die Kategorien "Medizin" und "Umwelt"...


Umweltsendungen im Fernsehen – besser als ihr Ruf?


Politmagazine schätzen mehr den aktuellen
Skandal, während die Umweltmagazine
gern positive Mutmacher servieren.

PERSITZKY, Christine : Umweltberichterstattung im deutschen Fernsehen Eine inhaltsanalytische Untersuchung - Forschungsbericht – Berlin, 1997 >>>

...Gut ein Drittel der untersuchten Umweltbeiträge in den Umweltsendungen hat eindeutig positive Tendenz, zeigt Erfolge oder nachahmenswerte Beispiele. Sogar beim Publikum
unbeliebte Themen, z. B. Umweltschäden durch Verkehr oder Tourismus, lassen sich ohne erhobenen Zeigefinger präsentieren. Damit scheint auch die Gefahr gebannt, die Zuschauer mit Kritik an ihrem persönlichen Verhalten zu vergrätzen. Anders die Politikmagazine: Sie verharren in ihrer Tradition der negativen Berichterstattung, nur 6 Prozent der

02.12.05

Wissenschaft richtig kommunizieren

Laut einer aktuellen EU-Studie reklamiert jeder zweite Europäer, dass wissenschaftliche Erkenntnisse ungenügend oder schlecht kommuniziert werden.

Die Effizienzsteigerung des Dialogs zwischen Forschung und Gesellschaft ist eine Forderung, die schon lange unerfüllt im Raum steht. Mit den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage des Studiengangs "Journalismus" der Fachhochschule Joanneum in Graz könnten nun erstmals - zumindest für Österreich gültige - Antworten gefunden werden.
So wurden unter anderem die Lieblingsquellen der an Wissenschaft interessierten Medienkonsumenten abgefragt. Bei dieser nach dem Schulnotensystem durchgeführten Bewertung schnitten Fachmagazine (1,75) am besten ab, gefolgt vom Internet (2,40) und den Tageszeitungen (3,15). Radio (3,19) und Fernsehen (3,21) wurden demnach auf die Plätze verwiesen. Eine klare Themenverfehlung erkennen die Studienautoren quer durch alle Medien, wenn es um die Auswahl der Berichterstattung geht. Sie orten eine Diskrepanz zwischen dem Interesse des Medienkonsumenten und den publizierten Beiträgen.

Geistes- und Sozialwissenschaften etwa würden von den Berichterstattern kaum aufgegriffen: Während die Rezipienten Geschichte lieben (Rang drei) sowie Kommunikationswissenschaften auf Rang fünf und Psychologie auf Rang sechs reihen, kommen im Ranking der beliebtesten Wissenschaftsdisziplinen diese Fächer bei den Journalisten nur in die untere Hälfte. Die größte Divergenz bei den Interessen findet sich bei der Astronomie: Sie belegt bei den Journalisten Platz vier, bei den Konsumenten hingegen nur Platz elf. Auch an der Medizin scheiden sich die Geister: Bei Journalisten landet dieser Bereich auf Platz zwei, bei den Rezipienten nur auf Platz sieben.

Klare Aussagen trafen die Medienkonsumenten darüber, was für sie gute Berichterstattung ausmacht: Als wichtigste Kriterien definieren sie Verständlichkeit, Hintergrundinformation, thematische Tiefe und Nachrichtengehalt. Weniger wichtig empfinden sie hingegen eine spannende Aufbereitung, Interaktivität, Multimedialität und Sensationsgehalt. Für die Studie wurden 577 von Medienkonsumenten und 21 von Journalisten ausgefüllte Fragebögen ausgewertet. Zusätzlich wurden fünf Tiefeninterviews mit Journalisten geführt.

Die Studie ist enthalten in dem Sammelband "SciencePop - Wissenschaftsjournalismus zwischen PR und Forschungskritik" (ISBN 3-901402-36-5,
Herausgeber: Christian Müller, Wissenschaftsredakteur in der APA-Austria Presse Agentur).

Wissenschaft verkaufen

Die TU-Berlin bietet im Wintersemester 2005 einen berufsbegleitenden Abendstudiengang WISSENSCHAFTSMARKETING an.

Wissenschaftliche Ergebnisse zu marktfähigen Produkten zu führen, ist nicht selten sehnlicher Wunsch von Forschern und ihrer meist staatlichen Geldgeber. Doch die Realisierung ist nicht leicht. „Wissenschaftler haben es nicht gelernt, ihre Produkte zu vermarkten“, sagt Michaela Kirchner. Die Literaturwissenschaftlerin und Publizistin ist Dozentin für Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement. Zudem ist sie Projektleiterin bei der TU Berlin Servicegesellschaft. Diese hundertprozentige Tochter der TU Berlin bietet Weiterbildung in Sachen Wissenschaftskommunikation an.

Vor etwa einem Jahr ist der erste Abendstudiengang gestartet, bei dem sich knapp zwanzig Teilnehmer, bis auf eine Ausnahme alle weiblich, dienstag- und donnerstag abends und manchmal auch Sonnabends mit Themen wie „Wissenschaft als Ware“ oder „Wie mache ich meine Einrichtung bekannt?“ auseinander setzen. Kirchner hängt dabei die Latte hoch.
Immer mehr junge Forscher wagen inzwischen Existenzgründungen.Um das wissenschaftliche und damit zusammenhängende wirtschaftliche Potenzial bekannt zu machen, ist Reklame nötig, Public Relation also. „Wissenschafts-PR ist nicht das Allheilmittel, aber ein sehr wirksames Instrument“, sagt Eberhard Knödler-Bunte, Geschäftsführer des in Berlin-Mitte angesiedelten „PR Kollegs“. Auf dessen zwanzigjährige Erfahrung im Weiterbildungsgeschäft setzte die TUB Servicegesellschaft, als sie einen Partner in Sachen Wissenschaftskommunikation suchte. „Die Kooperation läuft sehr gut“, sagt Kirchner. Doch das Bewusstsein, Produkte und Dienstleistungen auf dem Markt anbieten zu müssen, hat sich in Forscherköpfen noch nicht richtig festgesetzt. Inge Arlart hat es mittlerweile begriffen. „Wissenschaftliche Erzeugnisse müssen sich gegen Konkurrenz behaupten wie andere Produkte auch“, sagt die Biologin. Das hat sie im Kurs Wissenschaftskommunikation gelernt, der von der TU-Gesellschaft und dem PR Kolleg durchgeführt wurde. Von den Referenten – Experten in Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation und Marketing – ist Arlart sehr angetan. Es gab Einblicke in die Forschungslandschaft im Allgemeinen sowie einzelne Institute im Besonderen. Auch journalistisches Handwerk wurde eingeübt.

Eingebettet in den Unterricht sind Projekte in kleinen Gruppen. Beispielsweise eine Imagekampagne für die Gesellschaft für Biotechnologische Forschung in Braunschweig. Den Abschluss bildet nun eine dreimonatige Hausarbeit, in der nicht nur strategische Sandkastenspiele abgehalten sondern reale Projekte bearbeitet werden.

Wer sich die Studiengebühren - für das Gesamtprogramm des Weiterbildenden Zusatzstudiums Wissenschaftsmarketing werden immerhin 9360,00 € fällig (2340,00 € je Semester)lesieten kann richtet seine Bewerbung (inkl. Lebenslauf, Nachweis der Hochschulreife sowie Nachweis einjähriger Berufserfahrung in einem einschlägigen Tätigkeitsfeld) bis zum der 20.12.2005 an folgende Adresse:

TU Berlin Servicegesellschaft mbH
Dr. Wolfgang Merten
Hardenbergstraße 19
10623 Berlin

24.11.05

Neuer Masterstudiengang in Berlin

Der bisherige Zusatzstudiengang Wissenschaftsjournalismus an der Freien Universität Berlin wird im Jahre 2005 aufgelöst und zum Wintersemester 2006/07 durch einen Masterstudiengang ersetzt.

Der Zusatzstudiengang Wissenschaftsjournalismus am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin wird 2005 eingestellt und durch einen Master in Publizistik- und Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Wissenschaftsjournalismus ersetzt.
• Dieser Masterstudiengang wird vermutlich zum Wintersemester 2006/07 eingerichtet.
• Die Bewerbungsfrist wird vermutlich im Sommer 2006 enden.
• Der Studiengang wird voraussichtlich 2 bis 2,5 Jahre dauern und soll auch für Kandidaten offen stehen, die nicht Kommunikationswissenschaft oder verwandte Fächer im Erststudium studiert haben, auch Fachhochschul- oder Bachelorabschlüsse werden anerkannt.
• Allerdings können wir über die näheren Bedingungen des Masters noch nichts sagen, da sich Studien-, Prüfungs- und Zulassungsordnung noch in der Planung befinden.

Weitere Hinweise gibt es unter:
www.kommwiss.fu-berlin.de/wissjour.html

Powered by scienceintermedia