FH-Dortmund launcht neues Forschungsmagazin
"Orange" - das neue Forschungsmagazin der Fachhochschule Dortmund soll künftig auf rund 50 Seiten unterhaltsam, allgemeinverständlich und reich bebildert über Forschungsthemen an der FH informieren. Im ersten Heft geht es u.a. um Gassensorik, Sterbebegleitung, regenerative Energien oder Medizinische Informatik.
Das neue Magazin der FH Dortmund soll eine Brücke schlagen und die Öffentlichkeit über die Qualität der Forschungsleistungen an der Fachhochschule informieren, um auf diesem Wege auch für eine bessere Forschungsförderung zu werben.
"Orange" soll künftig einmal pro Jahr publiziert werden. Das Heft kann kostenlos unter Tel.: 0231/9112-118 bzw. bestellt werden. Sie können das Heft aber auch als PDF (ca. 5,4 MB) herunterladen oder die Printversion per E-Mail bestellen.
Wissenschaftsjournalisten zweifeln am Verstand ihrer Leser
Das der Wissenschaftsjournalismus keine allzu hohe Meinung von seiner Leserschaft hat könnte man aus einer Umfrage amerikanischer Medienwissenschaftler schließen, die im Juni in Dresden auf der ICA-Konferenz präsentiert wird. Viele Autoren und Redakteure glauben demnach, dass die breite Öffentlichkeit nicht in der Lage ist, Artikel über bestimmte Themen zu verstehen.
Dieses Phänomen könne dazu beitragen, dass Fachgebiete wie Genetik oder Biotechnologie in den Medien eine geringere Rolle spielten als ihnen nach Ansicht einiger Forscher gebühre, vermuten Glen Cameron und Mugur Geana von der University of Missouri, Columbia. Für ihre Studie hatten sie eine Umfrage unter 304 amerikanischen Wissenschafts- und Medizinjournalisten ausgewertet.
Von den Teilnehmern bekundeten 92 bzw. 82,5 Prozent ein reges Interesse an Forschungsergebnissen aus Medizin und Biotechnologie. Knapp 90 Prozent glaubten zudem an einen Nutzen der Biotechnologie für die Menschheit. Gleichzeitig hätten die meisten jedoch Zweifel an der angemessenen Rezeption entsprechender Artikel angemeldet, berichten die Medienforscher demnächst auf der Tagung der International Communication Association in Dresden.
"Die Reporter glaubten, dass nur die Hälfte der US-Bevölkerung den Einsatz von Biotechnologie befürworten würde", erläutert Cameron. Drei von vier Befragten seien zudem überzeugt gewesen, dass die wissenschaftliche Aussage solcher Texte stark vereinfacht werden müsste. Diese Ansichten seien umso bemerkenswerter, als sie die Versorgung der Öffentlichkeit mit "aktueller, akkurater und ausreichender Information" gerade auch über kontroverse Themen beeinträchtigen könnten.
Immerhin hätten die befragten Journalisten ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Qualität ihrer Quellen an den Tag gelegt.
Missouri School of Journalism
Nicht nur in der IT-Branche nimmt die Bedeutung von Open Source zu
Morgen erscheint zur CeBIT die gedruckte Ausgabe des Open Source Jahrbuchs 2006. Als PDF-Version ist das Buch bereits kostenlos online abrufbar. Open Source ist auch in diesem Jahr einer der Haupttrends der IT-Industrie. Ob als
Entwicklungskonzept, als Investitionsentscheidung oder als Geschäftsmodell für Unternehmen – an Open Source kommt heute niemand mehr vorbei. Enstanden ist das Jahrbuch im Rahmen eines studentischen Projekts an der TU Berlin, Fachgebiet Informatik und Gesellschaft.
Interessant dürften vor allem die aktuelle rechtliche, ökonomische und gesellschaftliche Betrachtungen zu Open Source von Autoren wie Eben Moglen (Erfinder der GPL) und Lawrence Lessig (Gründer von Creative Commons) sein.
Lambert Heller von der Universitätsbibliothek der FU Berlin erklärt, warum das gemeinsame Publizieren in einem Wiki für Wissenschaftler eine gute Ergänzung zu etablierten Publikationssystemen sein kann (zum PDF).
Zu empfehlen ist der Beitrag von Bernd Lutterbeck, Wirtschaftsinformatiker an der TU Berlin. Lutterbeck plädiert für eine Gesellschaft mit offenen Wissensquellen. Das Konzept des geistigen Eigentums sollte hingegen aufgegeben werden sollte. (zum PDF).
Das Open Source Jahrbuch in der "Light-Version" gibt es hier (6,7 MB)

Wie organisiert man ein ordentliches „Wissenschafts-Event“? Antworten auf diese Frage finden Interessierte im Whitebook der Europäische Kommission DG Research "Science Communication Events in Europe".
Unter Federführung der "European Science Events Association - EUSCEA" wurden Science Weeks, Wissenschaftsfestivals oder ähnliche Aktivitäten quer durch Europa evaluiert, um daraus die DOs und DON'Ts für zukünftige Veranstaltungen zu ziehen – nach dem Motto "Gewusst wie".
Das Heft ist das Ergebnis eines dreijährigen Projekts, welches unter der Leitung des Österreichers Peter Rebernik (Generalsekretärs der EUSCEA, Website: www.scienceweek.at) durchgeführt wurde.
Mehr Infos und Bestelladresse: www.science-days.de/buch/whitebook.htm
Sciblog sei dank gibt es das Whitebook im PDF-Format zum Download: Teil 1 / Teil 2