Aufprojektionen sind schick. So viel steht fest. Eine gelungene didaktische Anwendung in diesem Feld ist der Globe4D. Die Installation besticht durch ihre zugleich simple und geniale Konstruktion. Aus einem alten Gartentisch, einer Plexiglaskugeln ein paar ausgedienten Trackballs und einem Beamer haben Studenten der Universität Leiden ein digitales Exponat gezaubert das den guten alten Leuchtglobus blass aussehen lässt. Zum einen kann man die Erdkugel in jede beliebige Richtung rotieren lassen, zum anderen kann mit einem äußeren Ring das Erdzeitalter gesteuert werden, so dass man die Plattenverschiebung beobachten kann. Andere Anwendungsbeispiele sind die Darstellung von Klimadaten und geschichtliche Ereignisse oder tektonische Anzeigen. Weitere Infos zum Projekt und Besichtigungsmöglichkeiten finden sich hier.
Museologen netzwerken in die Zukunft
An dieser Stelle wurde ja unlängst auf Museum 2.0 , das Blog der Amerikanerin Nina Simon, hingewiesen. In logischer Folge soll nun der Besuch von Museum 3.0 ans Herz gelegt werden. Auch Museum 3.0 widmet sich der Zukunft von Museen und Science Centern und richtet das Augenmerk dabei auf den Einsatz von Web 2.0 Technologien.
Museum 3.0 bietet neben aktuellen Beiträgen ein Netzwerk Publikumsforschung, Sozialen Medien etc. eine Schnittstelle zu Museumsfachleuten aus der ganzen Welt die hier mit Ihren Profilen und Blogs vertreten sind. Der Großteil der Experten stammt aus Australien. Kein Wunder: Hinter Museum 3.0 steht die Australierin Linda Kelly, vom Australian Museum in Sydney. Wer Teil des Netzwerks werden will kann sich kostenlos registrieren.
Bitte hier entlang....
Können sich Museen von ihrer Rolle als ausstellenden Fachautoritäten und quasi top-down-Content-Providern zu dynamischen Plattformen und sozialen Interaktionsräumen entwickeln? Nina Simon vom Tech Museum of Innovation geht in ihrem Blog dieser Frage nach und beschreibt anschaulich die Potenziale neuer Internet-Technologien für Museen und Science Centern. Neben Technik und Szenarien zum Einsatz derselben im Rahmen von Ausstellungen wird in einer Reihe lesenswerter Posts auf Ausstellungsdidaktik und Interaktionstheorie eingegagngenim Web 2.0-Kontext. In ihrem Voicethread zum Thema „What is Web 2.0 – and how can we apply it to museums?“ beschreibt Simon unter anderem anhand eines hierarchischen Kommunikationmodells die abgestuften Interaktionsgrade unterschiedlicher Ausstellungsdesigns.
Interessant für manchen Museumsleiter dürfte auch das web 2.0-Zeit-Budget sein das Simon in ihrem Blog skizziert.
Hier gehts zum Blog von Nina Simon..
Zum neunten Mal veranstaltet das Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF) zusammen mit der Initiative Wissenschaft im Dialog ein
Themenjahr. Dieses Mal wollen das BMBF und Wirtschaftssponsoren bis zu
8 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Mit im Boot ist die Deutsche
Mathematiker-Vereinigung. Eine große Werbeagentur gestaltete wie immer
das Konzept.
Die bisherigen
Wissenschaftsjahre waren allerdings kein großer Erfolg. Wie in einer
noch unveröffentlichten Studie über verschiedene Arten der
Wissenschaftskommunikation festgestellt wurde, verfehlte die Aktion
jedes Mal das Ziel, eine breite Öffentlichkeit dauerhaft für die Themen
zu begeistern. "Es gibt keine klar definierte Zielgruppe und kein klar
definiertes Ziel, außer dass man Werbung für die Wissenschaft machen
will", sagte der Bielefelder Professor Peter Weingart, Mitautor der vom
BMBF beauftragten Studie, im Interview mit "Das Parlament". Wer dem Fachkräftemangel in
Natur- und Ingenieurwissenschaften etwas entgegen setzen wolle, müssen
Aktionen in Schulen starten und auf Frauen zugehen. Das sei in den
vergangenen Jahren versäumt worden.
Diesen Fehler wollen die Akteure 2008 nicht wiederholen. "Schüler und
Schülerinnen sind die Zielgruppe", betonte Titiana Zugaro,
Pressesprecherin des BMBF. Es seien neue Konzepte für den
Matheunterricht und Fortbildungen für Lehrer entwickelt worden, denn es
sei oft der Unterricht, der junge Leute von der Arbeit mit den Zahlen
abschrecke.

Würzburger Forschungsprojekt ergründet die Potenziale des Web 2.0
Es zwonullt ja mittlerweile nahezu allerorten. Um das ganze im deutschen Wissenschaftsbetrieb in Schwung zu bringen engagieren sich nicht nur renomierte Verlage wie zuletzt mit dem deutschen Ableger der sciblogs es wird auch geforscht und entwickelt. So nun auch in Würzburg wo man unter dem Label Scholarz.net nicht nur der Frage nachgehen will wie das Internet die generierung von Wissen verändert und wie es das wissenschaftliche Arbeiten beflügeln könnte sondern gleich an einem eigenen Vorschlag schraubt. Wie und ob die geplante Plattform mit Literaturverwaltung, anspruchsvollem Wissensmanagement, Social Knowledge und Wissenschaftlernetzwerk das deutche Forschevolk aktiviert bleibt abzuwarten.
Zu hoffen ist das das ambitionierte Projekt stärkerses Augenmerk auf Stragien zum Einsatz digitaler Medien in der Forschung legt. Denn der höchste Nachholbedarf scheint in der Urbarmachung bestehender Technologien für Forschung und Lehre zu liegen. Das erfordert kluge Konzepte.
Weitere Informationen finden Sie hier