neues 05.11.08
Museum köpft Besucher
Das Webspecial des Rijksmuseum zur Hirst-Ausstellung

Vom 1. November bis zum 15.Dezember widmet sich das Rijksmuseum Amsterdam der Arbeit des überaus hippen britischen Künstlers Damien Hirst. „For the Love of God“ lautet der Titel der Ausstellung und des Kunstwerks in ihrem Zentrum, einem mit Diamanten besetzten Totenschädel im Wert von umgerechnet 75 Millionen €.
Begleitend zur Ausstellung hat das Rijksmuseum auf seinen Seiten ein Webspecial gelauncht, dass den polarisierenden Aspekt von Hirsts Arbeit aufgreift in dem es die Besucher zu Wort kommen lässt. Diese wurden nach dem Besuch der Ausstellung befragt, abgelichtet und bilden nun „medial enthauptet“ eine Wertungs-Matrix entlang der Pole schön oder häßlich, passend oder unpassend, Kunst oder Hype. Das ganze ist ein schöner Vorstoß in Sachen Besucherinteraktion spassig und themenbezogen umgesetzt. Einziger Wermutstropfen: als Besucher der Website hat man keine Möglichkeit sich in den Diskurs einzubringen.
wissenschaft & medien 31.10.08
Wissenschaft interaktiv 2009
Eliteförderung 2.0?

Wettbewerbe sind ja von vornherein mal stimulierend – was je nach Interessenslage als positiv zu bewerten ist. Allein das Gewinnversprechen vermag da so das ein oder andere zu bewegen. Auf der anderen Seite sind Wettbewerbsbeiträge gemessen an dem doch eher reputativen Ertrag äußert Ressourcenbindend – was ähem..je nach Interessenlage als negativ zu bewerten ist. Das soll als einleitende Vorüberlegung mal reichen. Stifterverband und WID veranstalteten also in diesem Jahr bereits zum zweiten mal den Wettbewerb „Wissenschaft interaktiv“ und will damit, natürlich löblich, stimulierend auf die kommunikativen Bemühungen des Wissenschaftsbetriebes einwirken. Und das in zweierlei Hinsicht: zum einen, klar, soll, als Prämierungsgrundlage, Wissenschaft irgendwie leicht verdaulich einem Laienpublikum zugänglich gemacht werden. Zum Anderen und das ist zentrale Teilnahmebedingung soll das ganze aber in hausinterner Koproduktion zwischen Öffentlichkeitsarbeiter und Wissenschaftler entstehen. Im Grunde genommen auch dies ein löbliches Ansinnen: produktiver Culture Clash. Hier bildet sich aber von vornherein ein numerisches Missverhältnis zwischen den Gewerken generell und unter den Hochschulen im Besonderen ab. Insofern dürften die Ressourcenreicheren Häuser sich leichter tun. Wer also einen Pressesprecher zur Hand und eine gute Idee im Kopf hat klicke hier .
vernetzt 04.11.08
Umweltschutz interaktiv

(via oneofakind) Ein wie ich finde sehr sehr schön umgesetztes Projekt zum Thema Umweltschutz ist THE ECO ZOO . Mit wunderbare Illustrierten Charakteren und einem absolut sehenswerten Flash-3D-Look werden hier kleine Geschichten zum großen Thema erzählt. Der Clou – das interaktive Pop-up-buch.
forschung & lehre 13.11.08
Interaktiver Globus
Aufprojektionen sind schick. So viel steht fest. Eine gelungene didaktische Anwendung in diesem Feld ist der Globe4D. Die Installation besticht durch ihre zugleich simple und geniale Konstruktion. Aus einem alten Gartentisch, einer Plexiglaskugeln ein paar ausgedienten Trackballs und einem Beamer haben Studenten der Universität Leiden ein digitales Exponat gezaubert das den guten alten Leuchtglobus blass aussehen lässt. Zum einen kann man die Erdkugel in jede beliebige Richtung rotieren lassen, zum anderen kann mit einem äußeren Ring das Erdzeitalter gesteuert werden, so dass man die Plattenverschiebung beobachten kann. Andere Anwendungsbeispiele sind die Darstellung von Klimadaten und geschichtliche Ereignisse oder tektonische Anzeigen. Weitere Infos zum Projekt und Besichtigungsmöglichkeiten finden sich hier.
jobs & co 11.06.08
termine 13.11.08
Wissenschaftlicher Bildersturm
Verleihung des Deutschen Preises für Wissenschaftsfotografie

Was wären wir ohne Bilder. Gerade wenn es darum geht komplexe Sachverhalte (be)greifbar zu machen. Um Einblicke in die Welt der Forschung und Technologie zu ermöglichen müssen Fotografen nicht nur nach ungewöhnlichen sondern mitunter auch nach unmöglichen Blickwinkeln suchen. Die besten dieser Zunft werden in diesem Jahr bereits zum dritten Mal im Rahmen der Verleihung des Deutschen Preises für Wissenschaftsfotografie prämiert.
Im Bremer Haus der Wissenschaft können am 18. November um 19 Uhr die originellsten Bilder und Bildermacher des Jahres 2008 bewundert werden. Die prämierten Fotos sind im Anschluss an die Preisverleihung bis zum 30. Dezember im Haus der Wissenschaft zu sehen.
rezensionen 16.09.08
Journalist – Wissenschaftler – Journalist
Neuer Ratgeber für Wissenschaftler erschienen

Ratgeber haben ja eigentlich immer Konjunktur. Das gilt auch und gerade für den Bereich des strategischen Kommunizierens. Selbstmarketing etwa gehört zu den gängigen Unerträglichkeiten des (trotz allem mit Nachsicht zu versehenen) deutschen Verlagswesens. Wenn es um die Bemühungen geht Wissenschaft und Wissenschaftler ins Rechte Licht zu rücken geht es in der Regel um Ratgeber zum Thema Medienarbeit. Dergleichen gibt es für Kleingartenvereinvorsitzende, Kreisjugendsprecher und seit geraumer Zeit auch für Wissenschaftler. Grundsätzlich mal löbliich. Vorallem aus journalistischer Sicht – ganz klar.
Nur leider werden dabei von den Ratgeberautoren allzuselten neue Erkenntnisse zu Tage gefördert. Unter dem vielversprechenden Titel "Wissenschaft in den Medien präsentieren" versuchen sich nun Sabine Trepte und Steffen Burkhardt von der Hamburg Media School im Genre „Medien-Coaching für Wissenschaftler“. Laut Presseaussendung werden unter anderem Themen wie journalstische Darstellungsformen, Kontaktaufnahme zu Journalisten oder Körperhaltung beim Interviewtermin (!). Ob und welche persuasiven Kommunikationsstrategien Wissenschaftlern hier an die Hand gegeben werden muss
Sabine Trepte, Steffen Burkhardt, Wiebke Weidner (2008): Wissenschaft in den Medien präsentieren. Ein Ratgeber für die Scientific Community. Campus Verlag. (Broschiert, 217 Seiten, 16,90 Euro, ISBN: 9783593387703)



