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18.09.06

editorial

Perspektiven der Wissenschaftsvermittlung
- digital science communication nimmt den Betrieb auf

Hereinspaziert!

Allem voran ein Allgemeinplatz: Wissenschaft und Technologie bestimmen in wachsendem Maße große Bereiche unseres Alltags. Ob in Fragen der Ernährung, Gesundheit, Umwelt oder Fortbewegung - neue wissenschaftliche Erkenntnisse verändern nahezu täglich die uns umgebende Welt. Doch viele Neuerungen gelangen oft erst dann in unser Bewusstsein, wenn sie sich bereits in Verfahren und Produkten niedergeschlagen haben. Chancen und Risiken neuer Technologien werden oft nur unzureichend öffentlich diskutiert.

Inzwischen existieren zwar eine ganze Reihe von Forschungs- und Umsetzungsinitiativen des Dialogs zwischen Wissenschaft und Medien, die unter anderem. unter dem Label Public Understanding of Science, kurz PUS, zusammengeführt werden, nichts desto trotz steht ein breiter Austausch von Wissenschaft und Öffentlichkeit über Inhalte und Ziele wissenschaftlicher Forschung aus. (PUS bezeichnet, frei übersetzt, die Förderung des Verstehens von und des Verständnisses für Wissenschaft in der Öffentlichkeit.)

Ist dieser mangelnde Diskurs ein Zeichen für eine verbreitete Gleichgültigkeit gegenüber den Auswirkungen von Wissenschaft auf Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt? Mitnichten.

Wachsendes öffentliches Interesse an Wissenschaft

Das Interesse der Menschen an Wissenschaft wächst. Diese Annahme gründet sich nicht nur auf der zunehmenden Vermittlung von Wissenschaft in Unterhaltungsmedien, die auf ein immer größeres Publikum stößt. Zwei entscheidende Beweggründe dafür werden hier kurz erwähnt.

Will Wissenschaft mit der Öffentlichkeit kommunizieren, müssen Wissenschaftler nicht nur den Umgang mit Journalisten lernen, sondern auch neue Kommunkationsformen üben, ohne dabei selbst zum Wissenschaftsjournalisten zu mutieren. Es bedarf sowohl der Kommunikation als auch der Rollen- und Arbeitsteilung zwischen dem Wissenschaftsjournalismus und der Öffentlichkeitsarbeit von Wissenschaftlern. Neben verschiedenen Initiativen greifen inzwischen diverse Hochschul-Studiengänge wie etwa der Studiengang „Science Communication“ an der Hochschule Bremen diese Problematik auf.

In diesem Blog soll kontinuierlich über Projekte, Ausbildungsmöglichkeiten, Veranstaltungen und Neuerscheinungen im Bereich der Wissenschaftskommunikation berichtet werden. Insbesondere die Rolle der neuen Medien zur Veranschaulichung von Wissenschaft (und zum Diskurs )soll hier thematisiert werden.

14.01.06

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