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05.11.08

Museum köpft Besucher

Das Webspecial des Rijksmuseum zur Hirst-Ausstellung

Vom 1. November bis zum 15.Dezember widmet sich das Rijksmuseum Amsterdam der Arbeit des überaus hippen britischen Künstlers Damien Hirst. „For the Love of God“ lautet der Titel der Ausstellung und des Kunstwerks in ihrem Zentrum, einem mit Diamanten besetzten Totenschädel im Wert von umgerechnet 75 Millionen €.

Begleitend zur Ausstellung hat das Rijksmuseum auf seinen Seiten ein Webspecial gelauncht, dass den polarisierenden Aspekt von Hirsts Arbeit aufgreift in dem es die Besucher zu Wort kommen lässt. Diese wurden nach dem Besuch der Ausstellung befragt, abgelichtet und bilden nun „medial enthauptet“ eine Wertungs-Matrix entlang der Pole schön oder häßlich, passend oder unpassend, Kunst oder Hype. Das ganze ist ein schöner Vorstoß in Sachen Besucherinteraktion spassig und themenbezogen umgesetzt. Einziger Wermutstropfen: als Besucher der Website hat man keine Möglichkeit sich in den Diskurs einzubringen.

 

04.11.08

Vom Museums-Buster zum Tierladenbetreiber

Dieses Fundstück dürfte nicht nur bekennend ideologiefreie Vegetarier wie mich begeistern. Bei Banksy’s Village Petstore and Charcoal Grill handelt es sich um ein selbst für New Yorker Verhältnisse durchaus extravagantes Etablissement. Urheber des verschrobenen Konzeptes ist der britische Straßenkünstler und Kommunikationsguerrilero Banksy , der vor allem durch seine Londoner Schablonengraffiti sowie durch seine gelungenen Übergriffe auf Museen international Bekanntheit erlangte.
So wurde etwa im Mai 2005 im British Museum Banksys Version einer Höhlenmalerei gefunden, die einen jagenden Menschen mit Einkaufswagen zeigte,.

Man ahnt also bereits das es sich bei den Protagonisten in Banksys Tierladen und Kohlegrill nicht um echte Tiere handelt sondern überaus gelungene animatronics.


31.10.08

Augmented Reality im Museum

(via buzzeum) Ein wie ich finde sehr drolliges Exponat aus dem Bereich der Augmented Reality (also quasi der "angereicherten" Wirklichkeit) ist seit einigen Monaten im Futuroscope in der Nähe von Poitiers zu bestaunen. “Les Animaux du futur“, also die Tiere der Zukunft stehen im Mittelpunkt dieses digitalen Exponats. An einer mit einer Webcam ausgestatten Screen-Station können Karten mit schemenhaften Tiermotiven zum Leben erweckt werden. Die Besucher müssen die Karten dazu lediglich in den Fokus der Kamera halten. Auf dem Bilschirm wird das reelle Inventar dann ergänzt um den virtuellen Raum. Und die pussierlichen Freunde von morgen erscheinen quicklebendig. Ähnliche aber eben nicht ganz so drollige Vorschläge zum Einsatz immersiver Environments im kulturellen Kontext präsentierten in der vergangenen Woche die Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft mit ihrem virtuellen Spiegel sowie im Bereich Marketing der Sonnenbrillen-Gigant Ray-Ban. Man darf gespannt sein: den so das Fazit da geht noch mehr.

19.09.08

Mit dem Ipod ins Museum

 

Als stolzem Ipod-Touch Besitzer glänzen einem die Augen bei all der Aufmerksamkeit die dieses kleine Stück Spitzentechnologie seitens der Kulturschaffenden in letzter Zeit erfährt. Anfang September fand in der Londoner Tate Gallery das Symposium „From Audiotours to iphones“ statt, dass sich der Frage widmete welche Strategien Museen angesicht des Vormarsches der Handhelds verfolgen. Den Veranstaltern ging es vor allem darum den angereisten Museologen einen Einstieg in die Thematik zu bieten. (So viel zum Status Qou) Neben einigen Leuchtturm-Projekten, wie etwa dem MOMA, dass sein Audio-Angebot über Itunes gratis zum Download anbietet, wurden daher in zahlreichen Vorträgen vor allem die Potenziale dieser neuen Technologien im Bereich der Besucherinteraktion beleuchtet. Eine Reihe von sehr anschaulichen Grafiken zum Thema Handhelds im Museum finden sich etwa bei BUZZEUM . Eine schöne SlideShare-Präsentation zu den Handheld-Basics gibt es im überaus wunderbaren Blog Sammlungsdinge .

27.08.08

Reimen für die Wissenschaft – Muss das sein?

Die Sache an sich ist nicht neu: Bildungsangebote kleiden sich mitunter im jugendkulturellen Gewande. Ob nun der Englisch-Lehrer ein angesagtes Schmankerl aus der heimischen Plattenkiste zur Text-Analyse kredenzt oder im Deutsch-Unterricht die Verse von Schiller und Goethe (mit Unterstützung der lokalen Freizi/HipHop Posse) zu massiven Beats gerappt werden: die pädagogische Trickkiste bedient sich gern in der Popularkultur.

Das Ansinnen quasi zielgruppenadäquater Vermittlungsangebote ist zwar löblich, doch neben Fremdscham schleicht sich hier (zumindest bei mir) regelmäßig auch das Gefühl der systemischen Vereinnahmung ein. Aber wer würde dem tapsigen Nerd, der gerade dank einschlägiger Broadcast Yourself Angebote zu einer gewissen Beliebtheit gelangt ist, persuasive Kommunikationsstrategien unterstellen?

So etwa der Rapperin vom Europäischen Kernforschungszentrum CERN die mit einem nicht zu verleugnenden Flow die aktuelle Forschungsarbeit im Large Hadron Collider (LHC, zu deutsch Großer Hadronen-Speicherring) erläutert. Ziel der Experimente mit dem Teilchenbeschleuniger ist es, die Existenz bislang nicht entdeckter Elementarteilchen nachzuweisen. Die eingängige Hookline verführt in DeLaSoul-Manier zum Kopfnicken und Mitrappen. Fazit: Gut gemeint und doch Ulknudelesque.

 

 

27.06.08

Wissenschaft im Dialog in neuem Gewande

 

 

Wissenschaft im Dialog (WID), bekanntermaßen einer der Hauptakteure der deutschen Wissenschaftskommunikation, hat sich eine Renovierung seines bis dato doch etwas angestaubten Webauftritts gegönnt. Pünktlich zum Start des Wissenschaftssommers, so heißt es in der Pressemitteilung des WID, gehe die neue Website online. Tatsächlich dürfte dem ein oder anderen das neue Erscheinungsbild bereits seit einigen Wochen bekannt sein. Inhaltlich hat sich kaum etwas am Auftritt des WID geändert – im Mittelpunkt steht nach wie vor der Event-Kalender sowie die Vorstellung der vom WID realisierten Projekte wie z.B. die MS-Wissenschaft. Neu ist die Rubrik Wissenschaftskommunikation – mit ein paar Links für Wissenschaftler und Journalisten sowie einem kleinen How-To „Wissenschaft richtig kommunizieren“ für ratlose Forscher. Außerdem wurde der Zielgruppe „kindlicher User“ ein erweitertes Refugium um die vorhandenen Altbestände aus Wissenschaftsspiel scienox und der Rubrik “Fragen und Wissen“ gestrickt, die jetzt ergänzt um Veranstaltungshinweise unter der etwas vollmundigen Rubrik Kinderseiten firmieren. Entscheidendes Novum ist der Abschied vom vorherrschenden Dunkelbau des alten Auftritts hin zu deutlich mehr Weißraum. Allein damit ist bereits ein großer Schritt in Richtung gelungenes Kommunikationsdesign getan.

Hier geht es zum gepimpten Auftritt des WID.......

11.06.08

Mit Wissenschaft gewinnen

idw schreibt Preis für Wissenschaftsjournalismus aus

 

Der Informationsdienst Wissenschaft e.V. schreibt im "Jahr der Mathematik erstmals den idw-Preis für Wissenschaftsjournalismus aus, und will damit herausragende Nachwuchsjournalistische Beiträge in Hörfunk und Fernsehen zum Thema Mathematik würdigen. Den Initiatoren geht es laut Pressetxt darum „ ..die Bedeutung wissenschaftlicher Lösungen für den Alltag bewusst zu machen..“ Die Ausschreibung richtet sich an JournalistInnen in den ersten drei Berufsjahren. Auch Volontärinnen und Volontäre, Studentinnen und Studenten von Journalistenschulen oder anderen journalistischen Aus- und Fortbildungseinrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz können sich bewerben.

Bis zum 31. August können Wettbewerbsbeiträge eingereicht werden.
Das Preisgeld beträgt 3.000 €.

Alle weiteren Infos zum Wettbewerb finden Sie hier.....

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