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Archiv für: August 2006

23.08.06

Preis für Wissenschaftskommunikation

(idw) Für die besonders ansprechende und auch für Laien leicht verständliche Präsentation seiner Doktorarbeit gewann Carsten Lemmen den diesjährigen Wettbewerb um den Günther-Leibfried-Preis des Forschungszentrums Jülich. Auf Platz 2 und 3 landeten die Medizinerin Zina Mary Manjaly und der Nanoelektroniker Björn Lüssem.
"Die Konkurrenz war für die Bewerber in diesem Jahr besonders stark", sagte Thomas Thelen, Tageszeitungsjournalist und Mitglied der 11-köpfigen Jury. "Aber dennoch lag der Siegervortrag eindeutig vorn. Sowohl Vortragsstil, als auch die Sprache und der Aufbau waren durchweg gelungen". Die Jury hatte im Vorfeld aus über einem Dutzend schriftlicher Beiträge, diejenigen ausgewählt, die die beste journalistische Form gefunden hatten. Im Finale mussten die letzten drei Kandidaten dann im mündlichen Vortrag überzeugen im vollbesetzten Großen Hörsaal des Forschungszentrums. "Die anderen beiden Finalisten waren sehr gut und hätten in anderen Jahren durchaus gewinnen könne", sagt Thelen.

"Wissenschaft transparent präsentieren und den Dialog mit der Öffentlichkeit suchen", so fasst Prof. Joachim Treusch, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrum Jülich, den Anspruch des Günther-Leibfried-Preises zusammen. Junge Forscher will er mit dem 1990 gestifteten Preis motivieren neben dem Streben nach wissenschaftlicher Exzellenz auch ihre Vermittlerrolle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit ernst zu nehmen. "Und ich freue mich besonders, dass es in diesem Jahr so viele sehr gute Beiträge gab", so Treusch.

Die Themen der diesjährigen Finalisten: Carsten Lemmens Berechnungen auf dem Jülicher Supercomputer JUMP belegen, dass das FCKW-Verbot aus dem Jahr 1987 voraussichtlich tatsächlich seinen Zweck erfüllt, d.h. dass es kein Ozonloch über dem Nordpol geben wird. Björn Lüssem erklärte, wie elektronische Schalter zukünftig aus einzelnen Molekülen anstatt aus Transistoren gebaut werden können. Zina Mary Manjaly zeigte, wie sich die Hirnaktivitäten von Autisten und Gesunden unterscheiden und gab damit Ausblicke auf neue angemessenere Therapiewege.

Die drei jungen Finalisten erhalten Urkunden und Preisgeld im Rahmen des Festaktes zum 50. Jubiläum des Forschungszentrum am 10. September 2006. Mehr Informationen zu den Themen der Preisträger finden Sie unter www.fz-juelich.de oder http://www.fz-juelich.de/portal/angebote/pressemitteilungen/leibfried06 .
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de

17.08.06

Robert-Bosch-Stiftung bietet neues Programm für Wissenschaftsjournalisten

Journalisten müssen täglich eine große Informationsflut bewältigen und - gerade im Bereich Wissenschaft – richtige von falschen Meldungen unterscheiden. Damit Wissenschaftsjournalisten ihr Wissen auf einen aktuellen Stand bringen können, schreibt die Robert Bosch Stiftung erstmalig das Programm "Journalisten in der Forschung" aus. Das Programm richtet sich an fest angestellte Redakteure, die für einen begrenzten Zeitraum von max. drei Monaten ihren Redaktionsjob gegen eine Tätigkeit in einem Forschungslabor eintauschen wollen.

Die Stiftung übernimmt die Kosten für einen Ersatzredakteur und gewährt Zuschüsse für Reise- und Aufenthaltskosten. Für das Programm nimmt die Stiftung laufend Bewerbungen entgegen. "Wir sind überzeugt davon, daß ein solcher Aufenthalt für jeden Journalisten und für jede Redaktion ein großer Gewinn ist und abseits der elektronischen Recherche wieder mehr Zeit für das unmittelbare Erleben der Forschungsrealität gibt", sagt Ingrid Wünning, Leiterin des Bereichs Wissenschaft und Forschung bei der Robert Bosch Stiftung.

Die Teilnehmer sollen sich während ihres Aufenthalts mit einem selbst gewählten Thema aus der Forschung oder Forschungspolitik befassen. Das kann eine Beteiligung an einem Forschungsprojekt sein, eine Rundreise zu mehreren Forschungseinrichtungen oder eine gründliche Literaturrecherche.
Mit ihren Programmen fördert die Robert Bosch Stiftung den Dialog zwischen Wissenschaft, Forschung und der Öffentlichkeit. Dazu zählt die Förderung von Journalisten, zum Beispiel mit Reisen zu wissenschaftlichen Einrichtungen in Mittel- und Osteuropa und zu den Wissenschaftstagungen AAAS und ESOF.

Weitere Informationen: http://www.bosch-stiftung.de/jif/

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