
Ein Herz mit der Aufschrift Mutti auf dem Oberarm, ein Hirschgeweih das scheinbar aus dem Po Richtung Rücken wächst oder ein Miniaturabbild von Flipper auf dem Schulterblatt – nicht selten überziehen heutzutage Symbole, Tiere oder ganze Gemälde historischer japanischer Kriegszenen die Haut der menschlichen Spezies.
Doch wie steht’s mit einem Stück DNA-Doppehelix auf dem Rücken oder dem Periodensystem der Elemente auf dem Unterarm? Ausnahmeerscheinungen einiger geschmacksverirrter Menschen sagen Sie? Keineswegs. Es gibt tatsächlich Wissenschaftler die sich so stark mit ihrem Forschungsschwerpunkt identifizieren, dass sie sich ihre geliebten Untersuchungsobjekte in die Haut ritzen lassen.
Der amerikanische Wissenschaftsjournalist und Autor Carl Zimmer ist dem Phänomen nachgegangen. Auf seinem Blog ’The Loom ’ berichtet Zimmer, wie er eines Tages auf einer Pool-Party zufällig ein Tattoo in Form eines DNA-Strangs auf der Schulter eines befreundeten Wissenschaftlers entdeckte. Der Freund, ein Genetiker der Columbia University in New York, klären ihn schließlich auf: bei seinem Tattoo handelt es sich um die Initialen des Namens seiner Frau – geschrieben im genetischen Code.
Zimmer ließ diese Entdeckung nicht mehr los. Er wollte eine Antwort auf die Frage, ob Wissenschaftler ihren Körper tatsächlich häufiger mit Tattoos ihres speziellen Forschungsgebiets verzieren lassen oder ob es sich bei dem DNA-Strang um einen Einzelfall handelt. Er stellte diese Frage zuerst in seinem Blog zur Diskussion, mit der Bitte ihm, wenn möglich, Bilder von Tattoos mit wissenschaftlichen Motiven zu schicken. Die Resonanz war riesig. Viele Wissenschaftler antworteten und schickten ihm Fotos von ihren intimen Körperzeichnungen.
Carl Zimmer hat nun die schönsten und verrücktesten Tattoos in einer Galerie auf der Fotoplattform Flickr zusammengestellt.
Wenn Sie also mal einen Wissenschaftler sehen wollen, der sich eine Darstellung vom Planeten Uranus auf den Bauch tätowieren lässt, besuchen Sie die Galerie von Carl Zimmer auf:
http://www.flickr.com/photos/carlzimmer/sets/72157601351535771/ .

..., acht Wissenschaftsjahre! Hahaha!
Zahlenphobiker aufgepasst! Das Jahr der Mathematik nähert sich mit großen Schritten. Aber halt – nicht so schnell bitte. Noch haben wir ja das Jahr der Geisteswissenschaften. Doch wird hinter den Kulissen schon wieder schwer geschuftet und organisiert. Nehmen wir uns mal die Zeit, auf die Aktivitäten des nächsten Wissenschaftsjahres hinzuweisen.
Wie wir ja (fast) alle wissen, werden die Wissenschaftsjahre seit dem Jahre 2000 alljährlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) ausgerichtet. In jedem Wissenschaftsjahr steht eine Wissenschaftsdisziplin im Mittelpunkt. Nun kommt es wie es kommen musste: der Alptraum jedes notorischen Rechenstümpers beginnt sich langsam zu manifestieren. Mit der Unterstützung der Deutschen Telekomstiftung und der Deutschen Mathematikervereinigung wird 2008 endlich die Mutter der Naturwissenschaften gefeiert.
Anhand von Vorträgen, Wettbewerben, Ausstellungen, Aktionen und vielem mehr soll der kulturell und politisch interessierten Öffentlichkeit die Faszination der Mathematik näher gebracht werden. Besonders wichtig ist den Veranstaltern aber, Kinder und Jugendliche zu ermutigen, einen neuen Zugang zu dem Fach zu finden.
Ein Jahr lang soll es an allen deutschen Universitäten, allen Volkshochschulen und besonders an allen Schulen Mathematik zu Anfassen geben.
Den Anfang macht eine Auftaktgala am 23. Januar in Berlin. Es folgen der Wissenschaftssommer am 28. Juni in Leipzig und die 6. Bonner Wissenschaftsnacht am 4. Juli. Während des gesamten Jahres finden zahlreiche Schulkampagnen und Wettbewerbe statt. Eine Ausstellung zum Thema Mathematik geht Ende April auf dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft auf Fahrt. Die genauen Programme der einzelnen Bundesländer stehen bislang noch nicht fest.
Für die zahlreichen Aktionen suchen die Veranstalter noch engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich in Beruf und Alltag für Mathematik einsetzen und sich mit eigenen Ideen und Aktionen einbringen möchten.
Informieren Sie sich über das Jahr der Mathematik 2008 auf der kürzlich online gegangen Website und werden Sie Mathemacher. Hier geht’s zur Website