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Archiv für: 2008

12.12.08

Weihnachtliches Faktenwissen

Sind wir mal ehrlich. Obschon wir uns alle Jahre wieder Nadelbäume ins Wohnzimmer stellen, mit Leuchtmitteln und Lametta drappieren und ulkig verpackte Unterhaltungselektronik darunter schieben, haben wir nur eine vage Vorstellung über die Hintergründe unseres Jahresendzeitrituals. Wie schön das es da Experten gibt. Die Agentur für digitale Wissenschaftskommunikation hat die anstehenden Feiertage zum Anlass für einen überaus erquicklichen Wissenstest rund ums weihnachtliche Brauchtum genommen. Insgesamt 24 interessante Fakten werden auf überaus unterhaltsame Art und Weise in einer grandios illustrierten Weihnachtszenerie präsentiert. Darunter Fragen zum Zeitmangement des Weihnachtsmannes oder den logistischen Anforderungen der weltweiten Bescherung. Ein absolutes Muss für alle die sich  noch rechtzeitig vor der Bescherung die nötige Expertise zulegen wollen.


Das Weihnachts-Special finden Sie hier..

25.11.08

Besucherinteraktion via YouTube

Auch als Anbieter individueller Softwarelösungen muss man manchmal zugeben das handgestrickte Lösungen mitunter ihren Reiz haben. In der vergangenen Woche eröffnete das Brooklyn Museum mit The Black List Project eine Ausstellung, die sich der Frage widmet was es heißt schwarz zu sein. Gezeigt werden 25 Portraits des amerikanischen Fotografen Timothy Greenfield-Sanders. Das allein klingt schon interessant. Doch besonders gelungen scheint mir der Vermittlungsansatz. Die New Yorker Ausstellungsmacher setzten auch diesmal in hohem Maße auf Besucherinteraktion. Von vornherein war klar man wollte die Stimmen der Besucher zum Thema bzw. zu ihrer eigenen Geschichte einfangen. Da man eine aufwändige Postproduktion bzw. den Erwerb kostspielieger Video-Kiosk-Software vermeiden wollte setzte man kurzerhand auf den Kurzweil-Giganten YouTube. Zwei Macbooks, zwei Webcams ein kostenloser YouTube-Channel mit Quick-Capture-Funktion und fertig ist der Video-Kiosk. Inzwischen sind 14 Videokommentare online. Hier geht’s zu den Kommentaren auf YouTube...

21.11.08

Europäische Kultur - temporarily not accessible

Bibliothek zum europäischen Kulturerbe öffnete, und schloss die Pforten

Wer sich mit IT-Projekten beschäftigt weiß um die unzähligen Fallstricke die bei der Konfrontation von Mensch und Maschine lauern. Überlastete Server gehören dabei zum worst case. So erging es gestern der langersehnten European digtal library kurz Europeana einem insgesamt mit 120 Millionen Euro geförderten EU-Projekt. Mit dem gestrigen Startschuss sollte der Zugriff auf zwei Millionen Bücher, Landkarten, Aufnahmen, Fotografien, Archivdokumente, Gemälde und Filme aus Nationalbibliotheken und Kulturinstituten der 27 EU-Mitgliedstaaten ermöglicht werden. Doch schon nach wenigen Minuten brach der Server zusammen. Nach Angaben der Betreiber sei der Server mit über 10 Millionen Hits pro Minute überlastet gewesen (Tja!). Mit Europeana sollen die digitalisierten Sammlungen europäischer Bibliotheken, Archive und Museen gleichzeitig durchsucht werden können. Bis 2010 sollen hier der Zugriff auf Millionen von Objekten erhalten. Nun heißts Däumchen drehen – bis Mitte Dezember (!) soll das Problem behoben sein. Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier......

05.11.08

Museum köpft Besucher

Das Webspecial des Rijksmuseum zur Hirst-Ausstellung

Vom 1. November bis zum 15.Dezember widmet sich das Rijksmuseum Amsterdam der Arbeit des überaus hippen britischen Künstlers Damien Hirst. „For the Love of God“ lautet der Titel der Ausstellung und des Kunstwerks in ihrem Zentrum, einem mit Diamanten besetzten Totenschädel im Wert von umgerechnet 75 Millionen €.

Begleitend zur Ausstellung hat das Rijksmuseum auf seinen Seiten ein Webspecial gelauncht, dass den polarisierenden Aspekt von Hirsts Arbeit aufgreift in dem es die Besucher zu Wort kommen lässt. Diese wurden nach dem Besuch der Ausstellung befragt, abgelichtet und bilden nun „medial enthauptet“ eine Wertungs-Matrix entlang der Pole schön oder häßlich, passend oder unpassend, Kunst oder Hype. Das ganze ist ein schöner Vorstoß in Sachen Besucherinteraktion spassig und themenbezogen umgesetzt. Einziger Wermutstropfen: als Besucher der Website hat man keine Möglichkeit sich in den Diskurs einzubringen.

 

04.11.08

Vom Museums-Buster zum Tierladenbetreiber

Dieses Fundstück dürfte nicht nur bekennend ideologiefreie Vegetarier wie mich begeistern. Bei Banksy’s Village Petstore and Charcoal Grill handelt es sich um ein selbst für New Yorker Verhältnisse durchaus extravagantes Etablissement. Urheber des verschrobenen Konzeptes ist der britische Straßenkünstler und Kommunikationsguerrilero Banksy , der vor allem durch seine Londoner Schablonengraffiti sowie durch seine gelungenen Übergriffe auf Museen international Bekanntheit erlangte.
So wurde etwa im Mai 2005 im British Museum Banksys Version einer Höhlenmalerei gefunden, die einen jagenden Menschen mit Einkaufswagen zeigte,.

Man ahnt also bereits das es sich bei den Protagonisten in Banksys Tierladen und Kohlegrill nicht um echte Tiere handelt sondern überaus gelungene animatronics.


31.10.08

Augmented Reality im Museum

(via buzzeum) Ein wie ich finde sehr drolliges Exponat aus dem Bereich der Augmented Reality (also quasi der "angereicherten" Wirklichkeit) ist seit einigen Monaten im Futuroscope in der Nähe von Poitiers zu bestaunen. “Les Animaux du futur“, also die Tiere der Zukunft stehen im Mittelpunkt dieses digitalen Exponats. An einer mit einer Webcam ausgestatten Screen-Station können Karten mit schemenhaften Tiermotiven zum Leben erweckt werden. Die Besucher müssen die Karten dazu lediglich in den Fokus der Kamera halten. Auf dem Bilschirm wird das reelle Inventar dann ergänzt um den virtuellen Raum. Und die pussierlichen Freunde von morgen erscheinen quicklebendig. Ähnliche aber eben nicht ganz so drollige Vorschläge zum Einsatz immersiver Environments im kulturellen Kontext präsentierten in der vergangenen Woche die Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft mit ihrem virtuellen Spiegel sowie im Bereich Marketing der Sonnenbrillen-Gigant Ray-Ban. Man darf gespannt sein: den so das Fazit da geht noch mehr.

19.09.08

Mit dem Ipod ins Museum

 

Als stolzem Ipod-Touch Besitzer glänzen einem die Augen bei all der Aufmerksamkeit die dieses kleine Stück Spitzentechnologie seitens der Kulturschaffenden in letzter Zeit erfährt. Anfang September fand in der Londoner Tate Gallery das Symposium „From Audiotours to iphones“ statt, dass sich der Frage widmete welche Strategien Museen angesicht des Vormarsches der Handhelds verfolgen. Den Veranstaltern ging es vor allem darum den angereisten Museologen einen Einstieg in die Thematik zu bieten. (So viel zum Status Qou) Neben einigen Leuchtturm-Projekten, wie etwa dem MOMA, dass sein Audio-Angebot über Itunes gratis zum Download anbietet, wurden daher in zahlreichen Vorträgen vor allem die Potenziale dieser neuen Technologien im Bereich der Besucherinteraktion beleuchtet. Eine Reihe von sehr anschaulichen Grafiken zum Thema Handhelds im Museum finden sich etwa bei BUZZEUM . Eine schöne SlideShare-Präsentation zu den Handheld-Basics gibt es im überaus wunderbaren Blog Sammlungsdinge .

27.08.08

Reimen für die Wissenschaft – Muss das sein?

Die Sache an sich ist nicht neu: Bildungsangebote kleiden sich mitunter im jugendkulturellen Gewande. Ob nun der Englisch-Lehrer ein angesagtes Schmankerl aus der heimischen Plattenkiste zur Text-Analyse kredenzt oder im Deutsch-Unterricht die Verse von Schiller und Goethe (mit Unterstützung der lokalen Freizi/HipHop Posse) zu massiven Beats gerappt werden: die pädagogische Trickkiste bedient sich gern in der Popularkultur.

Das Ansinnen quasi zielgruppenadäquater Vermittlungsangebote ist zwar löblich, doch neben Fremdscham schleicht sich hier (zumindest bei mir) regelmäßig auch das Gefühl der systemischen Vereinnahmung ein. Aber wer würde dem tapsigen Nerd, der gerade dank einschlägiger Broadcast Yourself Angebote zu einer gewissen Beliebtheit gelangt ist, persuasive Kommunikationsstrategien unterstellen?

So etwa der Rapperin vom Europäischen Kernforschungszentrum CERN die mit einem nicht zu verleugnenden Flow die aktuelle Forschungsarbeit im Large Hadron Collider (LHC, zu deutsch Großer Hadronen-Speicherring) erläutert. Ziel der Experimente mit dem Teilchenbeschleuniger ist es, die Existenz bislang nicht entdeckter Elementarteilchen nachzuweisen. Die eingängige Hookline verführt in DeLaSoul-Manier zum Kopfnicken und Mitrappen. Fazit: Gut gemeint und doch Ulknudelesque.

 

 

27.06.08

Wissenschaft im Dialog in neuem Gewande

 

 

Wissenschaft im Dialog (WID), bekanntermaßen einer der Hauptakteure der deutschen Wissenschaftskommunikation, hat sich eine Renovierung seines bis dato doch etwas angestaubten Webauftritts gegönnt. Pünktlich zum Start des Wissenschaftssommers, so heißt es in der Pressemitteilung des WID, gehe die neue Website online. Tatsächlich dürfte dem ein oder anderen das neue Erscheinungsbild bereits seit einigen Wochen bekannt sein. Inhaltlich hat sich kaum etwas am Auftritt des WID geändert – im Mittelpunkt steht nach wie vor der Event-Kalender sowie die Vorstellung der vom WID realisierten Projekte wie z.B. die MS-Wissenschaft. Neu ist die Rubrik Wissenschaftskommunikation – mit ein paar Links für Wissenschaftler und Journalisten sowie einem kleinen How-To „Wissenschaft richtig kommunizieren“ für ratlose Forscher. Außerdem wurde der Zielgruppe „kindlicher User“ ein erweitertes Refugium um die vorhandenen Altbestände aus Wissenschaftsspiel scienox und der Rubrik “Fragen und Wissen“ gestrickt, die jetzt ergänzt um Veranstaltungshinweise unter der etwas vollmundigen Rubrik Kinderseiten firmieren. Entscheidendes Novum ist der Abschied vom vorherrschenden Dunkelbau des alten Auftritts hin zu deutlich mehr Weißraum. Allein damit ist bereits ein großer Schritt in Richtung gelungenes Kommunikationsdesign getan.

Hier geht es zum gepimpten Auftritt des WID.......

11.06.08

Mit Wissenschaft gewinnen

idw schreibt Preis für Wissenschaftsjournalismus aus

 

Der Informationsdienst Wissenschaft e.V. schreibt im "Jahr der Mathematik erstmals den idw-Preis für Wissenschaftsjournalismus aus, und will damit herausragende Nachwuchsjournalistische Beiträge in Hörfunk und Fernsehen zum Thema Mathematik würdigen. Den Initiatoren geht es laut Pressetxt darum „ ..die Bedeutung wissenschaftlicher Lösungen für den Alltag bewusst zu machen..“ Die Ausschreibung richtet sich an JournalistInnen in den ersten drei Berufsjahren. Auch Volontärinnen und Volontäre, Studentinnen und Studenten von Journalistenschulen oder anderen journalistischen Aus- und Fortbildungseinrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz können sich bewerben.

Bis zum 31. August können Wettbewerbsbeiträge eingereicht werden.
Das Preisgeld beträgt 3.000 €.

Alle weiteren Infos zum Wettbewerb finden Sie hier.....

14.03.08

Finale: Jury kürt die drei besten Projekte bei „Wissenschaft interaktiv“


Die Finalisten des Publikumspreises "Wissenschaft interaktiv" stehen fest. Bei ihrer Sitzung am 6. März wählte die Jury drei Projekte für die Endrunde aus. Wer das Rennen macht, entscheiden nun die Besucher des Wissenschaftssommers Leipzig: Ein Ausflug in die menschliche Arterie, ein Waldspaziergang im Jahr 2100 oder Weltraumbedingungen auf dem Trampolin.

"Wissenschaft interaktiv", der Publikumspreis für herausragende Wissenschaftskommunikation wurde in diesem Jahr zum ersten Mal vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und Wissenschaft im Dialog vergeben. "Mit insgesamt 16 eingereichten Projekten hat die erste Ausschreibungsrunde des jungen mit 10.000 Euro dotierten Preises einen viel versprechenden Anfang genommen", so die Vorsitzende der Jury Prof. Dr. Beatrice Dernbach.

Auf dem Jahrmarkt der Wissenschaften, der großen Zeltausstellung des Wissenschaftssommers auf dem Leipziger Augustusplatz, präsentieren die drei Finalisten ihre Projekte der breiten Öffentlichkeit. Hier entscheidet ausschließlich das Publikum, wer gewinnen soll.
(28. Juni bis 4. Juli 2008). Jeder Besucher kann dort bis zum 2. Juli seinen Favoriten wählen.

Die Preisverleihung "Wissenschaft interaktiv" ist öffentlich und findet am 2. Juli um 19.30 Uhr im Aktionszelt 1 auf dem Jahrmarkt der Wissenschaften statt (Einlass ab 19.00 Uhr).
Weitere Informationen zum Preis gibt es hier
http://www.wissenschaft-im-dialog.de

29.02.08

Oldenburg wird "Stadt der Wissenschaft 2009"

Gratulation! Im Finale um den Titel "Stadt der Wissenschaft
2009" gelang es Oldenburg, nach Jena, den Titel zu holen.
Am
Donnerstag entschied sich die Jury in Jena für Oldenburg vor den
Endrunden-Konkurrenten Lübeck und Konstanz. Der Titel und die
damit verbundenen zahlreich geplanten Veranstaltungen sollen Wissenschaft und Gesellschaft noch stärker zusammenbringen. Der Titel wird seit 2005 jährlich vom Stifterverband für die Deutsche
Wissenschaft verliehen und soll Städte dazu ermutigen, ihre Potenziale
in Wissenschaft, Forschung und Technologie optimal auszuschöpfen und
die regionale Öffentlichkeit für die Wissenschaft zu begeistern.

12.02.08

BMBF zwonullt

Nachdem ja allenthalben die mangelnde Zuwendung zu partizipativen Medienkonzepten an deutschen Universitäten konstatiert wurde und die Suche nach bloggenden Professoren mehr schlecht als recht verlief hüpft jetzt der BMBF in den Ring.

Mit seiner jüngsten Ausschreibung zum Einsatz digitaler Medien in der Aus- und Weiterbildung will der BMBF die eierlegende Wollmilchsau aka web 2.0 „in der beruflichen Bildung breiter und intensiver zum Einsatz (..) bringen und das Nutzungspotential erschließen....“

Gefördert werden vornehmlich Verbundprojekte aus Wirtschaft und Wissenschaft:

* die sich auf die Entwicklung innovativer Anwendungen und Dienste mit Pilotwirkung in der beruflichen Bildung konzentrieren,
* die Web 2.0 Technologien mit dem Ziel der verbesserten Unterstützung von Lern-, Lehr- und Qualifizierungsprozessen weiterentwickeln,
* die berufliche und soziale Gemeinschaften (Communities) mit spezifischem Potential für die berufliche Bildung untersuchen und deren Entstehung durch innovative Web 2.0 Anwendungen,
* die sich mit der Verbindung von Technik und Didaktik bzw. von Technik und sozialen Prozessen im Rahmen der beruflichen Bildung beschäftigen.

Projektskizzen können ab sofort eingereicht werden (Es gilt keine Ausschlussfrist). Alle weiteren Informationen zu den Förderichtlinien finden Sie hier.... .

06.02.08

Wissenschaft im Wettbewerb: Klar Text!

Wer seine Promotion in einem der Fachgebiete Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik, Neurowissenschaften oder Physik im Jahr 2007 erfolgreich abgeschlossen und seine Doktorarbeit auch für ein Laienpublikum verständlich geschrieben hat kann jetzt 5000 € einstreichen.

Mit KlarText, dem Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft, zeichnet die Klaus Tschira Stiftung gGmbH die allgemein verständliche Darstellung von herausragenden Ergebnissen mathematischer und naturwissenschaftlicher Forschung aus und fördert damit den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.
Für hervorragende Textbeiträge werden pro Jahr bis zu sechs Preise à 5.000 Euro vergeben. Zudem veröffentlicht die Zeitschrift 'bild der wissenschaft' alle preisgekrönten Texte in einem Sonderheft. Einsendeschluß ist der 29. Februar 2008.

http://www.klaus-tschira-preis.info/

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