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rezensionen

Archiv für: 2005

05.12.05

Die neuen Meinungsmacher


Weblogs als Herausforderung für Kampagnen, Marketing, PR und Medien

Von Ansgar Zerfaß und Dietrich Boelter

Aus dem Inhalt:

Der rasante Bedeutungszuwachs von Weblogs trifft in Wirtschaft und Politik auf zwiespältige Resonanz. Viele warnen vor überzogenen Erwartungen und sehen diese Form der Onlinekommunikation allenfalls als neue Variante im Medienmix. Andere erkennen die Vorboten einer Revolution: Persönliche, chronologische Online-Publikationen mit vielfältigen Verlinkungen sowie besonders expressivem, authentischem Charakter könnten die traditionelle, massenmedial geprägte Einwegkommunikation ablösen. Bedeutsam sind insbesondere die Wechselwirkungen zwischen den Medienwelten: Was in Blogs diskutiert wird, entfaltet dann eine ungeahnte Dynamik, wenn es von den Massenmedien aufgegriffen wird.
Dies ist für Kampagnen von Politik und Wirtschaft ebenso bedeutsam wie für PR, Marketing und interne Kommunikation. Ansgar Zerfaß und Dietrich Boelter schlagen in diesem Buch eine Brücke zwischen der aktuellen Diskussion um die Herausforderungen der Blogosphäre sowie der Unternehmens- und Politikkommunikation. Sie nähern sich den virulenten Fragen aus der Perspektive von Wissenschaft und Praxis und plädieren für eine differenzierte Sichtweise. Der Übergang von der Gutenberg- und McLuhan-Galaxis zur Google-Welt verändert die Spielregeln öffentlicher Kommunikation. Weblogs unterstützen die aktive Informationssuche und ermöglichen die Bildung interpersonaler Netzwerke, die Themen besetzen und Werte vermitteln. Der Leser erfährt, welche Rolle das Blog-Monitoring im Rahmen eines proaktiven Issues Management und der präventiven Krisenkommunikation spielt, wie man Blogger als Multiplikatoren und Kommunikationspartner ernst nimmt, und wie verschiedene Spielarten von Corporate Blogs und Politik-Blogs im Rahmen der eigenen Kommunikationsstrategie eingesetzt werden. Zahlreiche Fallbeispiele sowie erstmals veröffentlichte Umfrageergebnisse und Interviews vermitteln einen Einblick in dieses neue Feld der Meinungsbildung.

Das Weblog zum Buch: www.meinungsmacher-blog.de
Leseprobe:

- Kapitel 6: Neue Kommunikationspartner: Blogger als Gatekeeper und Meinungsmacher

Eckdaten:

- September 2005, 192 Seiten, ISBN 3-901402-45-4
- EURO 12,00 (Versandkosten bei Direktbestellung beim Verlag: ca. 2 Euro (A), 3 Euro (D) bzw. 5 Euro (CH) )

02.12.05

Wissenschaftsjournalismus zwischen PR und Forschungskritik

Wo steht der Wissenschaftsjournalismus zu Beginn des 21. Jahrhunderts? Der Sammelband SciencePop , der neue Beiträge renommierter JournalistInnen, Medien- und WissenschaftsforscherInnen präsentiert, versucht eine Standortbestimmung dieses "journalistischen Orchideenfachs" zwischen den beiden Polen "PR" und "Forschungskritik".
Neben historischen Aspekten und aktuellen Entwicklungstrends rücken dabei speziell zwei Fragen immer wieder in den Mittelpunkt: Ist der Wissenschaftsjournalismus primär weiterhin der Popularisierung der Wissenschaften verpflichtet? Oder ist er - den Anforderungen einer Wissensgesellschaft entsprechend - auf dem Weg, ein eigenes Mediengenre zu werden, das die Fragen der Öffentlichkeit an die Wissenschaften und an den Wissenschaftsbetrieb formuliert?
Zudem gewährt SciencePop Einblick in ein bisher so gut wie unerforschtes Gebiet: Eine eigens für den Band produzierte Studie gibt darüber Auskunft, wer überhaupt das Publikum wissenschaftsjournalistischer Beiträge und Sendungen ist, was es sich von ihnen erwarte und welche Kluft zwischen den Konsumentenwünschen und den Produzentenangeboten besteht.

Christian Müller (Hg.),
SciencePop
Wissenschaftsjournalismus zwischen PR und Forschungskritik
September 2004, 276 Seiten,
ISBN 3-901402-36-5, € 37,00

25.11.05

Wissenschafts-Journalismus

von Winfried Göpfert, Stephan Ruß-Mohl

Risiken und Erfolge der Forschung sind schlagzeilenträchtig geworden. Wissenschaftsjournalismus ist nicht mehr auf die einschlägigen Rubriken und Sendungen beschränkt. Und doch haftet Wissenschaftsberichten noch immer das Odium an, langweilig und kompliziert zu sein. Wie sieht guter Journalismus aus, der sich den vielfältigen Themen und Trends der Forschung zuwendet? Wo und wie findet Berichterstattung über Wissenschaft in der deutschsprachigen Medienwelt statt? Gibt es Erfolgsrezepte?
In diesem Handbuch erklären Profis aus der Praxis, wie Reportagen gestaltet und Wissenschaftsgeschichten "verkauft" werden, wie spannender, investigativer Journalismus fürs Fernsehen betrieben wird. Konkret umsetzbare Tips machen das Buch zu einem anregenden und hochinformativen Begleiter für die journalistische Praxis.

285 Seiten - List 2000
ISBN: 3471785566

Wissenschaftsjournalismus im Hörfunk


Jan Lublinski analysiert die Arbeit in Wissenschaftsredaktionen und führt dazu Modelle aus der Redaktionsforschung, der betriebswirtschaftlichen Organisations- und der Nachrichtentheorie zusammen.
Seine Bestandsaufnahme im öffentlich-rechtlichen Hörfunk zeigt, dass der Wissenschaftsjournalismus einen Prozess der journalistischen Professionalisierung und Innovation durchlaufen hat. Die Zeit des Schul- und Bildungsfunks ging in den 80er-Jahren mit der Dualisierung des Rundfunks und anschließenden Reformen bei den öffentlich-rechtlichen Sendern zu Ende. Heute berichten Wissenschaftsredaktionen in tages- und wochenaktuellen Magazinen und verstehen sich zunehmend als Fachkorrespondentenbüros, die andere Redaktionen mit Berichten aus ihrem Themenbereich versorgen. Im Mittelpunkt der Studie stehen Redaktionen des Deutschlandfunks und des Westdeutschen Rundfunks. In teilnehmender Beobachtung untersucht der Autor, wie diese Redaktionen ihre Arbeit organisieren, wie sie mit anderen Ressorts koo perieren und wie sie die Leistungen freier Mitarbeiter integrieren. Er beleuchtet die Dynamik der journalistischen Produktion im Verlauf von aktuellen Themenkarrieren und vergleicht verschiedene Redaktionskonzepte.

381 Seiten - Uvk Februar 2004
ISBN: 3896694413 uvp 39,90 €

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