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rezensionen

Archiv für: September 2007

21.09.07

Das Haus der kleinen Forscher

Eine Gruppe aufgeweckter Kinder und ein abenteuerlustiges wandelndes Haus ergründen mit einfachen Experimenten die Geheimnisse der Natur: Sie bauen mit einem Luftballon und einer Murmel ein Ventil, mit einem Kiefernzapfen ein Hygrometer und aus Trinkhalmen meterlange Rohre für Wasserleitungen. Das phantasievolle Buch von Autor Joachim Hecker (Illustrationen: Sybille Hein) erscheint im Rowohlt-Verlag. Das Buch ist entstanden im Rahmen der Initiaive „Haus der kleinen Forscher" die am Donnerstag, 21. September, zu einem bundesweiten Wettbewerb in Kitas und Kindergärten aufruft. Ab diesem Tag ist auch das Buch „Das Haus der kleinen Forscher - Spannende Experimente zum Selber machen" erhältlich.

Wettbewerb und Buch sind Bestandteil einer am 22. Oktober in Kitas und Kindergärten beginnenden Forscherwoche. Mit dieser Aktion will die Initiative von Helmholtz-Gemeinschaft, McKinsey & Company, Siemens AG und Dietmar Hopp Stiftung bundesweit die Begeisterung für Naturwissenschaften und Technik in Vorschuleinrichtungen fördern.

Wettbewerb für kleine Forscher

Kitas und Kindergärten sind eingeladen, sich am bundesweit offenen Wettbewerb zu beteiligen. Gesucht werden neue naturwissenschaftliche Experimentierideen. Die Einreichungen erfolgen per E-Mail über die Website http://www.haus-der-kleinen-forscher.de/. Einsendeschluss ist der 16. November. Die Hauptpreise - eine Röhrentelefon-Anlage oder auch Experimentiertische - stellt die Firma Wehrfritz, ein Spezialausstatter für soziale Einrichtungen, zur Verfügung.

Die Aktionswoche


Viele kleine Forscherinnen und Forscher beschäftigen sich vom 22. bis 26. Oktober eine Woche lang mit Phänomenen aus Natur und Technik: Sie führen unter anderem ein „Experiment des Tages" durch oder besuchen ein Mitmach-Museum. Zum Ende der Woche erhalten die Mädchen und Jungen einen Forscherpass und ein Forscherdiplom.

www.haus-der-kleinen-forscher.de

19.09.07

Lexikon des Unwissens - Worauf es bisher keine Antwort gibt



Der neue vielversprechende Wurf der Bachmann-Preisträgerin, Riesenmaschine Betreiberin und Top-Checker-Bunny Erfinderin Passig. Hier der Klappentext:
Wir glauben heute, unsere Welt sei weitgehend erforscht: So wie die Erde bis in die entlegensten Regionen hinein vermessen ist, sei fast alles irgendwann von irgendwem analysiert, erklärt, entschlüsselt und beschrieben worden, man müsse nur in dem Wust von Informationen herausfinden, wann und von wem. Doch die Landkarte des menschlichen Wissens weist erstaunlich viele weiße Flecken auf. Selbst auf Gebieten, auf denen wir das nicht vermuten würden, gibt es eine Fülle ungeklärter Fragen: Die Fortpflanzung der Aale ist ebenso rätselhaft wie die Wirkungsweise halluzinogener Drogen, über weibliche Ejakulation weiß man nicht mehr als über die Funktionsweise eines Bumerangs, über Dunkle Materie oder darüber, wie man sich einen Schnupfen holt. Wieso klebt Klebeband? Weshalb brummt die Erde, und warum bekommen Haie keinen Krebs? Wie kam das Leben auf die Erde? Warum verfärben sich die Blätter der Bäume im Herbst? Und wieso riechen Steine? Das «Lexikon des Unwissens» versammelt die erstaunlichsten Wissenslücken. Nie wurde das geballte Unwissen der Menschheit auf so engem Raum präsentiert, und nie wurde es derart intelligent und unterhaltsam dargestellt.

2007 erschienen im Rowolth-Verlag
ISBN-13: 978-3871345692

10.09.07

Darwins Erben in den Medien

 

 

Eine wissenschafts- und mediensoziologische Fallstudie zur Renaissance der Soziobiologie

Die Studie untersucht, wie die sogenannte Soziobiologie in der Wissenschaft und in den deutschen Medien im Verlauf der vergangenen drei Jahrzehnte kommuniziert wurde. Angestoßen durch das gleichnamige Buch von Edward O. Wilson, das im Sommer 1975 erschien, evozierte die Soziobiologie seit Mitte der 1970er Jahre eine anhaltende Kontroverse über die biologische, insbesondere über die genetische Deutung komplexer menschlicher Verhaltensweisen. In dem Begriff Soziobiologie verdichtete sich damit die umfassendere Natur-Kultur Debatte im ausgehenden 20. Jahrhundert. Der Ausgangspunkt und die wichtigste Forschungsmotivation für diese Studie war die Beobachtung einer aktuellen Konjunktur naturalistischer Deutungsmuster, die sich in verschiedenen inner- und außerwissenschaftlichen Bereichen, wie zum Beispiel in den Medien zeigt. Die vorliegende Arbeit analysiert nun erstmalig - im Rückblick über drei Jahrzehnte - wann und in welcher Form verschiedene wissenschaftliche und öffentliche Medien über die Soziobiologie und ihre Kontroverse berichteten.


Insgesamt zeigt die Studie damit einen außergewöhnlichen Fall von Wissenschaftskommunikation: Die auf theoretischer Ebene, insbesondere seitens der Kommunikationswissenschaften oft bemängelte "Fehlorientierung des Wissenschaftsjournalismus" an der Wissenschaft kann hier, im Fall der Soziobiologie, auf eindrückliche Weise widerlegt werden: Eine "Übersetzung" oder "Vermittlung" der wissenschaftlichen Ereignisse hat nur an wenigen, marginalen Stellen im Verlauf der 1970er und 1980er Jahre stattgefunden. Die intensive Berichterstattung über die Soziobiologie Ende der 1990er Jahre ist dagegen als Artefakt einer rein kulturell bestimmten Medienkultur zu verstehen, zu der keine Referenzen in der Wissenschaftsdiskussion zu finden sind. Der wissenschaftliche Diskurs zur Soziobiologie ist von den deutschen Medien damit letztlich so gut wie unbeachtet geblieben. Der Renaissance der Soziobiologie, die in Deutschland ca. zwanzig Jahre nach ihrer wissenschaftlichen Debatte einsetzte, wird in dieser Arbeit anhand detaillierter empirischer Analysen nachgegangen.

 

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