Neuer Ratgeber für Wissenschaftler erschienen

Ratgeber haben ja eigentlich immer Konjunktur. Das gilt auch und gerade für den Bereich des strategischen Kommunizierens. Selbstmarketing etwa gehört zu den gängigen Unerträglichkeiten des (trotz allem mit Nachsicht zu versehenen) deutschen Verlagswesens. Wenn es um die Bemühungen geht Wissenschaft und Wissenschaftler ins Rechte Licht zu rücken geht es in der Regel um Ratgeber zum Thema Medienarbeit. Dergleichen gibt es für Kleingartenvereinvorsitzende, Kreisjugendsprecher und seit geraumer Zeit auch für Wissenschaftler. Grundsätzlich mal löbliich. Vorallem aus journalistischer Sicht – ganz klar.
Nur leider werden dabei von den Ratgeberautoren allzuselten neue Erkenntnisse zu Tage gefördert. Unter dem vielversprechenden Titel "Wissenschaft in den Medien präsentieren" versuchen sich nun Sabine Trepte und Steffen Burkhardt von der Hamburg Media School im Genre „Medien-Coaching für Wissenschaftler“. Laut Presseaussendung werden unter anderem Themen wie journalstische Darstellungsformen, Kontaktaufnahme zu Journalisten oder Körperhaltung beim Interviewtermin (!). Ob und welche persuasiven Kommunikationsstrategien Wissenschaftlern hier an die Hand gegeben werden muss
Sabine Trepte, Steffen Burkhardt, Wiebke Weidner (2008): Wissenschaft in den Medien präsentieren. Ein Ratgeber für die Scientific Community. Campus Verlag. (Broschiert, 217 Seiten, 16,90 Euro, ISBN: 9783593387703)

Obschon dieses Buch noch ein wenig auf sich warten lässt (Erscheinungstermin: Juli) klingt es doch sehr vielversprechend. Der Sammelband "Das Zeigen der Dinge: Wahrnehmung und Erkenntnis im Museum" enstand im Rahmen der konzeptionellen Vorbereitung des Ruhr Museums und widmet sich aktuellen Tendenzen im Ausstellungswesen. reflektieren die Aus der ofiziellen Kurzbeschreibung:Ästhetische Wahrnehmung und historische
Erkenntnis bilden das Koordinatensystem, in dem sich die Vermittlung
von Geschichte im Museum bewegt. Dies spielt sich vor allem über den
medialen Charakter der ausgestellten Objekte ab. Dabei rückt die Frage
nach der Bedeutung der Dinge und auch die Form ihrer Vermittlung im
Museum, die Ausstellung, immer mehr in den Fokus der museologischen
Diskussion. Vorrgestellt werden ausgewählte Konzepte, die in den letzten Jahren
Aufmerksamkeit erregt haben und skizzieren zugleich die neueren
Entwicklungen in der Ausstellungsgestaltung. Dabei geht es nicht nur um
die Strategien historischer Ausstellungen und die Beschaffenheit
historischer Objekte, sondern auch um die Rolle des Museums in der
Gegenwart und um die Topographie von Erinnerung.
BORSDORF/GRÜTTER/KORFF(Hg.): Das Zeigen der Dinge: Wahrnehmung und Erkenntnis im Museum. Böhlau Verlag 2008. ISBN: 978-3412201159
Tagungsdokumentation erschienen
23 Referentinnen und Referenten diskutierten im April vergangenen
Jahres mit 240 Interessierten über die Rolle der Universitäten auf dem
Gebiet der Wissenschaftskommunikation in der Berlin-Brandenburgischen
Akademie der Wissenschaften. Eingeladen waren Experten aus den Bereichen Wissenschaft und Medien,
die über theoretisches Wissen und praktische Erfahrungen im Dialog
zwischen Wissenschaft und Gesellschaft verfügen. Veranstalter waren das Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik
der Humboldt-Universität, der Stifterverband für die Deutsche
Wissenschaft und Wissenschaft im Dialog gGmbH. Die Beiträge der
frühzeitig ausgebuchten Tagung liegen nun als Tagungsband vor
(ISBN-10:3-922275-22-2.) Rezensionsexemplare werden auf Nachfrage gerne
zugeschickt.
Tagungsdokumentation, hg. v. Anita Hermannstädter, Michael Sonnabend,
Cornelia Weber, Edition Stifterverband, Essen 2008(109 S.) 19,90 Euro
Aus dem Inhaltsverzeichnis:
Volker Meyer-Guckel: Auf der perfekten Welle surfen. Über die hohe Konjunktur der Wissenschaftskommunikation
Christoph Markschies: Faszination wecken. Die Persönlichkeit des Wissenschaftlers ist entscheidend
Gerold Wefer: Wissenschaft im Dialog. Eine Bilanz zur Wissenschaftskommunikation in Deutschland
Simone Rödder / Miriam Voß: PUSH 2.0. Erreicht die Wissenschaftskommunikation das, was sie soll?
Michael Seifert: Epidemie Kinder-Uni. Was bringen Kinder-Unis wirklich?
Christiane Götz-Sobel: Wenn die Bilder laufen. Wissenschaft im Fernsehen
Anita Hermannstädter: Wissenschaft und Medien. Kommentar
Wolfgang Merten: Wissenschaft verkaufen. Über die Bedeutung des Wissenschaftsmarketings
Oliver Hochadel: Skills, Reflexion, Netzwerk. Der Wiener Universitätslehrgang für Wissenschaftskommunikation
Jochen Brüning: Inszenierung tut not! Über die Erzeugung und Vermittlung von Wissen
Anke te Heesen: Forschung, Lehre, Schau. Zum Konzept des Museums der Universität Tübingen
Paolo Brenni: Keine staubigen Aufbewahrungsorte. Wissenschaftsmuseen, Science Center, Universitätssammlungen