Wissenschaftssommer 2006 in München

Vom 15. bis 21. Juli gastiert das Wissenschaftssfestival mit seinem umfangreichen Veranstaltungsprogramm in der bayerischen Landeshauptstadt.
Der Wissenschaftssommer von Wissenschaft im Dialog nimmt seine Besucher in diesem Jahr mit auf eine Reise in die Welt der Bits und Bytes. Über 100 Einzelaktionen bieten Gelegenheit, die Disziplin und ihre mannigfaltigen Einsatzgebiete in Wissenschaft und Alltag kennen zu lernen.
Zum Auftakt des Wissenschafts-Festivals lockt am Samstagabend eine Open Air Show zum „schlauer Lachen“. Körperkünstler, ein Rückwärtssprecher und ein weltrekordverdächtiger Kopfrechner geben wissenschaftliche Impulse und unterhalten mit kaum noch messbarem IQ. So eröffnet intelligentes Wissenschafts-Entertainment mit dem Think Theatre den Wissenschaftssommer mit einem Binär-Countdown.
Kernstück des Wissenschaftssommers ist eine große Zeltausstellung in der Münchener Innenstadt. Für eine Woche verwandelt sich der Marienhof in einen Jahrmarkt der Wissenschaften. Rund 40 Exponate, Experimente und Stände zeigen neueste Forschung und laden zum Ausprobieren und Mitmachen ein. Nicht nur aus Bayern, sondern aus ganz Deutschland und sogar aus Europa kommen die Wissenschaftler und machen Informatik zum Thema. Im Gespräch mit den Forschern erfährt man hier zum Beispiel aus erster Hand, was Feldroboter sind: elektronische Platzwarte, die den Fußballrasen mit Spezialsensoren kontrollieren und für das Spiel frei geben.
Wie Computerspiele die vormals elitäre Computertechnik für jedermann nutzbar gemacht hat, zeigen Computer und Computerspiele aus drei Jahrzehnten. An interaktiven Originalcomputern aus verschiedenen Epochen kann sich jeder Besucher spielend davon überzeugen, mit welcher Geschwindigkeit sich die Technik entwickelt hat. Wer experimentieren möchte, geht ins große Schülerlabor und erprobt sich als Forscher. Dort findet man zum Beispiel heraus, wie sich ein Schokokuss im Vakuum verhält.
Beim Wissenschafts-Filmfest im Mathäser Filmpalast erfahren jugendliche Besucher, wie viel wissenschaftliche Wahrheit in populären amerikanischen Hollywood-Produktionen steckt. Kann man ein menschliches Gehirn, wie in Minority Report, tatsächlich an einen Computer anschließen? Können sich Roboter wirklich selber weiter entwickeln, wie sie es in I, Robot tun? Könnte die Wirklichkeit eines Tages so aussehen oder ist das alles erfunden? Ein Wissenschaftler vom Fach führt vor jedem Film in die Thematik ein und beantwort nachher Fragen.
Zwei Tage der offenen Tür, ein Schülerparlament, zwei Puppentheater und ein Wissenschafts-Truck bieten Spaß und Wissen vereint für Groß und Klein. Für die, die ihre Kenntnisse vertiefen möchten, sind über 20 spannende Vorträge, Führungen und Science Cafés im Programm.
Zeitgleich zum Wissenschaftssommer führt die zweite paneuropäische Konferenz ESOF europäische Spitzenforscher und Wissenschaftskommunikatoren in München zusammen. Vom 15. bis 19. Juli wird über aktuellste Forschung berichtet und diskutiert.
Der Wissenschaftssommer ist Höhepunkt des für 2006 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgerufenen Informatikjahres. Nach dem erfolgreichen Einsteinjahr steht das Jahr 2006 im Zeichen der Informatik und ihren Anwendungen: Ob Gesundheit, Mobilität, Sicherheit, Sport, Haushalt, Kommunikation oder Kultur – die Informatik spielt in alle Bereich unseres Lebens hinein und prägt unseren Alltag – viel mehr als uns bewusst ist. Das Informatikjahr wird die Faszination einer noch jungen Wissenschaft vermitteln und dazu beitragen, Menschen neugierig zu machen und sich mit Wissenschaft und ihren spannenden Ergebnissen auseinanderzusetzen.
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