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Archiv für: Juli 2006

12.07.06

Ansichtssache


Digitale Bilder zwischen Deutung und Wissen

Bereich Medienwissenschaft der Universität Jena lädt am 14. und 15. Juli zur Tagung "Display" ein

(idw) Es gibt kaum ein elektronisches Gerät, das heute ohne Display auskommt. Dabei mausern sich die kleinen Anzeigeeinheiten aus Leuchtdioden oder Flüssigkristallen zu immer aufwändigeren, multimedialen Bildschirmen. "Auf dem Display eines modernen Handys z. B. lassen sich nicht nur Texte lesen und schreiben sondern auch Bilder betrachten und bearbeiten", sagt PD Dr. Hans-Christian von Herrmann. "Bilder werden in der Alltagskommunikation immer wichtiger und gewinnen einen völlig neuen kulturellen Stellenwert", so der Medienwissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena weiter.

Doch auch in der Forschungspraxis von Natur- und Lebenswissenschaften gewinnen Displays rasant an Bedeutung. Für Gehirnforscher, Astronomen oder Teilchenphysiker sind sie heute sogar die einzigen Schauplätze, auf denen ihnen ihre Forschungsobjekte begegnen. "Aber haben wir es hier noch mit Bildern im herkömmlichen Sinn des Wortes zu tun?", fragt von Herrmann. Schließlich lieferten Elektronenmikroskope, Ultraschallgeräte oder Röntgenteleskope zunächst Messergebnisse bestimmter physikalischer Größen. "Durch verschiedene Prozeduren, die Störungen und Artefakte isolieren, werden die Messergebnisse anschließend visualisiert und so erst 'lesbar' gemacht", so von Herrmann.

Wie sich "echte" Bildinhalte von dem sie umgebenden "Rauschen" unterscheiden, ist eine der Fragen, die die Teilnehmer der Tagung "Display. Die kulturelle Entfaltung digitaler Bilder" diskutieren wollen. Zu der Tagung lädt der Bereich Medienwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena am 14. und 15. Juli 2006 ins Alte Schloss Dornburg ein. "Die Annäherung an das Thema soll aus drei Richtungen erfolgen", erklärt Tagungsorganisator Dr. von Herrmann.

Zunächst wollen die Medienwissenschaftler in Diskussionsbeiträgen versuchen, einen gemeinsamen Begriff des "digitalen Bildes" zu gewinnen. Anschließend fragen die Tagungsteilnehmer, welchen Status Bilder heute im wissenschaftlichen Umfeld haben. Dazu spricht beispielsweise am 14. Juli um 20.00 Uhr der renommierte Mathematiker Prof. Dr. Heinz-Otto Peitgen von der Universität Bremen über den "Bedeutungswandel der Bilder in der Medizin". Der Vortrag findet im Senatssaal im Universitätshauptgebäude (Fürstengraben 1) statt. "Im dritten Schwerpunkt der Tagung soll schließlich die Bildkultur der Gegenwart hinsichtlich der ihr eigenen Pragmatik in Augenschein genommen werden", so Dr. von Herrmann.

Die Tagung "Display. Die kulturelle Entfaltung digitaler Bilder" wird in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik veranstaltet und aus Mitteln der Fritz Thyssen Stiftung finanziert. Interessierte Besucher sind zu allen Veranstaltungen herzlich eingeladen.

Weitere Informationen sowie das ausführliche Tagungsprogramm gibt es hier.....

11.07.06

Hanseaten beim Wissenschaftssommer


Die Schülerlabore des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung präsentieren Wissenschaft zum Anfassen beim Wissenschaftssommer und der ESOF2006 in München

Es ist einiges los dieser Tage auf dem Münchener Wissenschaftssommer. In zahlreichen Veranstaltungen wird Wissenschaft anschaulich und begreifbar gemacht. An dieser Stelle soll aus stadtstaatlicher Verbundenheit auf die Aktivitäten des AWI-Schülerlabors hingewiesen werden, die jetzt auf dem Münchener Wissenschaftsfest vorgestellt werden.

Das Schülerlabor des Alfred-Wegener-Instituts SEASIDE (Science & Education @ the AWI: SIngle Day Experiments) stillt den Wissensdurst von Schülern. "In spielerischer Herangehensweise unterstützen und ergänzen wir den naturwissenschaftlichen Unterricht der Schulen und begeistern die Jüngsten für die Wissenschaft", sagt Dr. Susanne Gatti, die Leiterin des Schülerlabors. Durch die Einbeziehung von außerschulischen Lernorten sollen Schüler und Lehrer von den Kompetenzen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler profitieren und eine Vernetzung von wissenschaftlichen Einrichtungen und Schulen ermöglichen.

Das Angebot des naturwissenschaftlichen Zentrums SEA (Science & Education @ the AWI) in Bremerhaven bietet seit drei Jahren einem breiten Schülerpublikum - von der Grundschule bis zur Oberstufe - die Möglichkeit, Seite an Seite mit Wissenschaftlern zu experimentieren. Neben dem Schülerlabor gibt es das Schulprojekt HIGHSEA (HIGHschool of Science & Education @ the AWI), an dem Schülerinnen und Schüler der Bremerhavener Oberstufenzentren teilnehmen. Sie erhalten an zwei Tagen pro Woche fächerübergreifenden Unterricht in Biologie, Chemie, Mathematik und Englisch im Alfred-Wegener-Institut. Dr. Susanne Gatti wird am 19. Juli um 12:30 Uhr im Profmobil der Universität Bremen einen Vortrag zum Schulprojekt halten: "HIGHSEA - Lernen auf See". Die Wissenschafts-Rikscha steht am Mittwoch auf dem Münchener Marienhof.

Weitere Informationen gibt es hier.....

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In insgesamt 18 Schülerlaboren an allen Helmholtz-Forschungszentren in ganz Deutschland haben Schüler, Schülerinnen und Lehrkräfte die Möglichkeit, selbst zu experimentieren und den naturwissenschaftlichen Unterricht zu ergänzen. Das findet großen Zuspruch: Im vergangenen Jahr kamen mehr als 40.000 Besucher in die Schülerlabore. Die Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft konzentrieren ihre wissenschaftliche Arbeit in sechs Bereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Diese Forschungsorganisation ist mit 25.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen an 15 Zentren und einem Jahresbudget von rund 2,2 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

Das Programm der Schülerlabore beim Wissenschaftssommer 2006 finden Sie hier...

06.07.06

design meets science


Am Donnerstag, dem 13.07.2006 ab 20.00 Uhr, stellt das Designlabor Bremerhaven unter dem Titel „LABORBERICHT“ der Öffentlichkeit in seinen Räumen Ansätze der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Technik und Design vor. Beim ersten LABORBERICHT zum Thema „Design trifft Wissenschaft“ sind unsere Gäste Thomas Brodbeck, Medienproduzent, Dr. Christian Hamm, AWI, sowie Prof. Antonia Kesel, Hochschule Bremen in diesen interdisziplinären Dialog als Referenten eingebunden. Schon seit vergangenem Jahr arbeitet das Designlabor unter der Projektleitung von Werner Aisslinger mit dem Alfred-Wegner-Institut für Polar- und Meeresforschung im Feld der Bionik zusammen. Diese innovative Projektarbeit sowie der LABORBERICHT „Design trifft Wissenschaft“ sind erste Bausteine des Bremer Design Zyklus „bionics in progress“.

Mehr infos zum Designlabor....

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