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Archiv für: 2008
12.12.08
Das Internationale System der Erziehung durch Bilder, kurz Isotype, das zwischen 1929 und 1934 unter der Leitung des österreichischen Pädagogen und Philosophen Otto Neurath entwickelt wurde ist zweifelfrei ein entscheidender Meilenstein in der Entwicklung der visuellen Wissenskultur. Neurath vertrat die Auffassung, dass – zumindest in den Anfangsstadien des Lernens – Bilder hilfreicher als Worte sind. Zusammen mit dem Grafiker Gerd Arntz entwickelte er daher die Wiener Methode der Bildstatistik.
Gerda Arntz realisierte dafür über 4000 Piktogramme legte Regeln für deren Gestaltung fest. Mit seinen Symbolen gelang es Arntz komplexe Sachverhalte in eine Form zu bringen, die sowohl offensichtlich als auch genau war.
Einen Einblick in die Arbeiten des gesellschaftskritischen Künstlers und Grafikers Gerd Arntz (1900-1988) kann man jetzt im gerd arntz web archive gewinnen.
04.11.08
(via oneofakind) Ein wie ich finde sehr sehr schön umgesetztes Projekt zum Thema Umweltschutz ist THE ECO ZOO . Mit wunderbare Illustrierten Charakteren und einem absolut sehenswerten Flash-3D-Look werden hier kleine Geschichten zum großen Thema erzählt. Der Clou – das interaktive Pop-up-buch.
12.09.08
 Wissenschaft ist Kultur. Und bei der Frage wie es um den Einsatz digitaler Medien in der Wissenschaftvermittlung bestellt ist lohnt manchmal der Blick über den Tellerrand. In diesem Fall hinüber zum Kulturmarketing. Wie aktiv sind die Kultureinrichtungen hierzulande bemüht die Potenziale digitaler Medien auszuloten?
Einen wie ich finde sehr umfassenden Eindruck des Status Qou erhält man in dem überaus gut gemachten „Kulturmarketing Blog“ der hamburger Marketingberaterin Karin Janner, die derzeit an ihrer Diplomarbeit zum Thema „Einsatz neuer Medien im Kulturmarketing“ bastelt.
Auf ihrem Blog findet man unter anderem eine Serie mit Experteninterviews zum Thema Online-Marketing im Kulturbereich. Außerdem werden die Onlineangebote verschiedener Museen unter die Lupe genommen und im Hinblick auf Informationstiefe, Zielgruppen und Kommunikationsdesign diskutiert. Fazit: Insbesondere im Bereich der themenbezogenen Besucherinteraktion werden digitale Medien und hier vor allem das Feld der social software Anwendungen als Chance begriffen allerdings steckt die Umsetzung solcher Strategien noch in den Kinderschuhen.
01.09.08
 Dass digitale Exponate nur langsam Einzug halten in die Ausstellungen von Museen und Science Centern hat unter anderem damit zu tun, dass: - ihr Einsatz in der Regel hohe Entwicklungskosten erfordert, - Interfacedesign und Interaktionskonzepte schnell überholt sind, - die Austellungstechnik mitunter Wartungsintensiv ist - und bislang kaum aussagefähige Studien zum Einsatz digitaler Exponate in Ausstellungen vorliegen.
Hinzu kommt, dass anders als in anderen Bereichen des Museumswesens (Ausstellungsplanung, Exponateverleih), kaum eine Vernetzung in diesem Gebiet stattfindet. Das Projekt Open Exhibits hat sich auf die Fahnen geschrieben mit dieser Tradition zu brechen und mit der Übertragung des Open Source Prinzips auf die Entwicklung und den Einsatz interaktiver Computeranwendungen in Museen, einen vielschichtigen Ausstausch anzuregen, der den Einsatz für Museen erschwinglicher machen soll. Geplant ist die Entwicklung einer Reihe erweiterbarer Softwaremodule die zur einfachen Erstellung von digitalen Exponaten dienen sollen. Die Entwickler von Open Exhibits setzen dabei auf Adobe Flash – das verbreitetste Format im interaktiver Computeranwendigen. Über die Plattform openexhibits.org soll darüber hinaus ein breiter Erfahrungsaustausch angeregt werden. Initiert wurde das Projekt von der amerikanischen Association of Science-Technology Centers (ASTC) sowie dem einschlägigen Entwickler von interaktiven Anwendungen für Museen Ideum . Man darf gespannt sein ob was daraus wird.
22.07.08
Wissenswertes rund um den Exponate-Bau
Wer einmal ein interaktives Exponat ersonnen hat, sei es im Museumskontext oder im Rahmen von einzelnen Projekten, der weiß wie überaus tückisch sich der Prozess vom ersten Konzept über erste Prootypen bis zum fertigen Exponat gestalten kann. Der New Yorker Exponate-Bauer und Gründer der Exponat-Schmiede POW! Paul Orsellis gewährt in seinem Blog spannende Einblicke in die Praxis und berichtet kontinuierlich über spannende Entwicklungen, Trends, neue Materialien und vieles mehr. ExhibiTricks ist Teil des Museum-Blog-Webrings den zu erkunden hier ebenfalls ans Herz gelegt wird.
11.06.08
Researchgate.net: noch eine Web 2.0-Plattform (via sciblog) Ende Mai wurde mit researchgate.net, eine science 2.0-Plattform für Forscher und Wissenschaftler aller Disziplinen gelauncht.
Interessenten können hier ein Profil einrichten, ihre akademischen Kontakte pflegen, Diskussionsforen gründen, Social Bookmarks eintragen und abrufen, das "Live-Conferencing" nutzen etc. Bisher ist die Plattform noch in der Beta-Phase. Der Gründer ist ein 27 Jahre alter Deutscher, promovierter Virologe, der unter anderem an der Harvard Medical School geforscht hat. Auch die anderen Mitglieder des Führungsteams kommen von internationalen Eliteuniversitäten.
Und hier ihr credo: ResearchGATE is for scientists built by scientists driven by the concept of Science 2.0 Yeah! Hier gibt’s die Demo-Tour.....
12.02.08
 Wo endet beginnt der mediale Raum?
Ist ein Block Zement schon ein Hypermedium? Der Londoner Architekturstudent Ruairi Glynn geht in seinem Blog dieser Frage auf den Grund Und beleuchtet aktuelle Entwicklungen im Bereich der interaktiven Architektur. Damit sind Projekte gemeint die reale, anfassbare Architektur mit virtueller, digitaler Interaktivität koppeln bzw. digital bespielen.
Seiner Meinung nach muss interaktive Architektur das Potential haben, mit Hilfe digitaler Systeme unseren Lebensraum zu erfassen, Entscheidungen darüber zu treffen, und den Raum dann entsprechend der eigenen Programmierung zu beeinflussen.
Das Spektrum reicht dabei von interaktiven Stationen über mediale Installationen bis hin zu sogenannten responsive environments.
Mit einer Fülle von Beispielen belegt Glynn das es lohnt den öffentlichen Raum als Interface zu begreifen das nach intelligenten Interaktionslösungen verlangt. Welche der hier präsentierten Ansätze Einzug in unseren Medienalltag halten werden ist nicht abzusehen. Besonders fragwürdig wenn auch sehr spassig ist etwa das interaktive Urinal , das die Notdurft in ein kommunikatives Erlebnis verwandelt. Das das allerdings auch ohne Technik geht zeigt der „Klokicker“ ein grüner Plastik-Pissoir-Einsatz, auf dem ein Fußballtor installiert ist.
Wer einen Blick in die Zukunft der urbanen Kommunikationskultur werfen will lohnt der Klick: http://www.interactivearchitecture.org/
11.02.08
»Natural Interaction invents, designs and creates systems that interact with people in a natural way, understanding gestures, movements and expressions of people, and engaging them in rich dialogues, respecting human perception. The physical space of the public place becomes the interface.« Der Name dieser Unternehmung der italienischen New-Media-Agentur IO ist
Programm. Neben Touchtischen, interaktiven Wänden und Fußböden
entwickelt das Team digitale Bühnenbilder. Das ganze ist bestens
dokumentiert in Bild und Ton hier zu bewundern.
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