Interactive Architecture

Wo endet beginnt der mediale Raum?
Ist ein Block Zement schon ein Hypermedium? Der Londoner Architekturstudent Ruairi Glynn geht in seinem Blog dieser Frage auf den Grund Und beleuchtet aktuelle Entwicklungen im Bereich der interaktiven Architektur. Damit sind Projekte gemeint die reale, anfassbare Architektur mit virtueller, digitaler Interaktivität koppeln bzw. digital bespielen.
Seiner Meinung nach muss interaktive Architektur das Potential haben, mit Hilfe digitaler Systeme unseren Lebensraum zu erfassen, Entscheidungen darüber zu treffen, und den Raum dann entsprechend der eigenen Programmierung zu beeinflussen.
Das Spektrum reicht dabei von interaktiven Stationen über mediale Installationen bis hin zu sogenannten responsive environments.
Mit einer Fülle von Beispielen belegt Glynn das es lohnt den öffentlichen Raum als Interface zu begreifen das nach intelligenten Interaktionslösungen verlangt. Welche der hier präsentierten Ansätze Einzug in unseren Medienalltag halten werden ist nicht abzusehen. Besonders fragwürdig wenn auch sehr spassig ist etwa das interaktive Urinal , das die Notdurft in ein kommunikatives Erlebnis verwandelt. Das das allerdings auch ohne Technik geht zeigt der „Klokicker“ ein grüner Plastik-Pissoir-Einsatz, auf dem ein Fußballtor installiert ist.
Wer einen Blick in die Zukunft der urbanen Kommunikationskultur werfen will lohnt der Klick: http://www.interactivearchitecture.org/




