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wissenschaft & medien

31.10.08

Wissenschaft interaktiv 2009

Eliteförderung 2.0?


Wettbewerbe sind ja von vornherein mal stimulierend – was je nach Interessenslage als positiv zu bewerten ist. Allein das Gewinnversprechen vermag da so das ein oder andere zu bewegen. Auf der anderen Seite sind Wettbewerbsbeiträge gemessen an dem doch eher reputativen Ertrag äußert Ressourcenbindend – was ähem..je nach Interessenlage als negativ zu bewerten ist. Das soll als einleitende Vorüberlegung mal reichen. Stifterverband und WID veranstalteten also in diesem Jahr bereits zum zweiten mal den Wettbewerb „Wissenschaft interaktiv“ und will damit, natürlich löblich, stimulierend auf die kommunikativen Bemühungen des Wissenschaftsbetriebes einwirken. Und das in zweierlei Hinsicht: zum einen, klar, soll, als Prämierungsgrundlage, Wissenschaft irgendwie leicht verdaulich einem Laienpublikum zugänglich gemacht werden. Zum Anderen und das ist zentrale Teilnahmebedingung soll das ganze aber in hausinterner Koproduktion zwischen Öffentlichkeitsarbeiter und Wissenschaftler entstehen. Im Grunde genommen auch dies ein löbliches Ansinnen: produktiver Culture Clash. Hier bildet sich aber von vornherein ein numerisches Missverhältnis zwischen den Gewerken generell und unter den Hochschulen im Besonderen ab. Insofern dürften die Ressourcenreicheren Häuser sich leichter tun. Wer also einen Pressesprecher zur Hand und eine gute Idee im Kopf hat klicke hier .

22.07.08

Empirie: Verlassen die Wissenschaftler den Elfenbeinturm?

Und wenn ja wohin?


Das nicht jeder als schlagfertiger Podiums-Diskutant, charmanter Talkgast oder besonnener Interview-Partner geboren wird ist klar. Doch gerade Wissenschaftler, so ein hierzulande gängiges Vorurteil, tun sich im Umgang mit Medien besonders schwer. Gehören sie doch ohnehin einer Kaste an, die sich in Fachsprachen flüchtet, um ihren verschrobenem und hoch subventionierten Eigenbrötlereien nachzugehen. Begegnet der Forscher dann der Berichterstattung über Wissenschaft in populären Medien, sieht er sich in seinem Solepsismus bestätigt, so eine weitere Alltagsvermutung.

Eine aktuelle Studie, die unter Mitwirkung des Forschungszentrums Jülich entstand, will nun das Gegenteil beweisen: Weit über die Hälfte der befragten Forscher aus den fünf größten Wissenschaftsnationen beschreibt Kontakte mit Journalisten als überwiegend gut. Vier von zehn fanden öffentliche Berichterstattung sogar karriereförderlich. Die These vom „Elfenbeinturm der Wissenschaft“ lässt sich damit nicht mehr halten, schließen die Autoren der Studie.

Huch, denkt da der beflissene Kulturpessimist. Zumindest solange, bis man über die Stichprobe der Studie nachdenkt: Befragt wurden rund 1350 biomedizinische Forscher. Das Scoop-Potenzial dieser Trend-Branche legt ein etwas ketzischeres Deutungsmuster nahe: der gemeine Genomforscher muss den Elfenbeinturm überhaupt nicht verlassen – Medienlobby, PR- und Marketingprofis sind längst eingezogen.

11.06.08

Forschung gucken

DFG präsentiert Forschungsprojekte auf eigener Web-TV-Plattform 

 
DFG Science TV, so heißt die jüngste Unternehmung des DFG in Sachen Wissenschafts-PR, die nach eigenem Bekunden richtig gut ankommt bei Schülern und Lehrern, bei Medienvertretern wie bei Wissenschaftlern.  

Zu sehen gibt es im DFG Science TV filmische Kurzporträts verschiedener DFG-Forschungsprojekte. Dabei stehen, laut DFG, nicht nur die Forschungsergebnisse im Mittelpunkt, „sondern es geht auch um die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ihren Erfolgen und Enttäuschungen bei ihrer Arbeit.“ Sie selbst drehen das Material für die Filme Woche für Woche nach einem vorher festgelegten Storyboard. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Projekten sind ebenfalls in dem Portal hinterlegt.

Hier gehts  zum Kurzfilmvergnügen....

14.03.08

Prämiert: Bestes Wissenschaftsblog

Erster Scilogs-Preis geht an Anatomie-Blog


Am Weltfrauentag trafen sich im pfälzischen Deidesheim 35 Blogger, Wissenschaftler und Journalisten um über die Möglichkeiten des Weblogs für die Wissenschaftskommunikation zu diskutieren. Eingeladen dazu hatte der auf diesem Gebiet bekanntlich schwer ambitionierte auf Einladung des Verlag Spektrum der Wissenschaft.

Außerdem kürten sie den Frankfurter Privatdozent für Neuroanatomie Helmut Wicht für seinen Blog "Anatomisches Allerlei" mit dem Scilogs-Preis für Wissenschaftsblogs, der erstmals verliehen wurde. Wicht ist einer der Pioniere unter den bloggenden Wissenschaftlern. Sein Blog berichte "schonungslos offen über das Forscherleben des Autors" - und dies in "sprachlich herausstechender Qualität", so die Begründung der Jury.

Im deutschsprachigen Internet schreiben derzeit etwa 180 Wissenschaftsblogger. "Blogs stellen eine ideale Ergänzung zur etablierten journalistischen Berichterstattung dar", erläutert der Initiator des Treffens Carsten Könneker das Engagement des zur Holtzbrinck-Gruppe gehörenden Heidelberger Spektrum-Verlags. "In gut gemachten Blogs erhalten die Leser Insiderwissen über den Wissenschaftsbetrieb, das sonst nirgends öffentlich zugänglich ist. Blogs sind authentisch, persönlich - und regen zum direkten Gedankenaustausch an."

Blogger und Verlag wollen die Scilogs in enger Tuchfühlung gemeinsam weiterentwickeln - wobei die Autoren die strategische Richtung maßgeblich mitbestimmen. "Alles andere würde nicht zu dem Medium Blog passen, das sich ja gerade durch ein hohes Maß an Gestaltungsfreiheit für die Autoren auszeichnet", so Könneker.

Wer sich vom Stand der Dinge und der Preiswürdigkeit des prämierten Blogs selbst ein Bild machen möchte Klicke hier!

 

06.02.08

Museum 2.0

 

 

 

Studierende der Fachhochschule für Gestaltung in Würzburg haben spanndende Konzepte zum Einsatz digitaler Medien in Ausstellungskontexte die Sie unter dem Titel Museum 2.0 vorstellen. Im Fokus der verschiedenen Installationen steht die aktive Auseinandersetzung mit den Themen der Ausstellung. So steht im Mittelpunkt des Projekts canvas for protest and peace von Jan Grindemann eine digitale Mauer. Der Besucher erkundet Geschichte und Gegenwart der Mauer in dem er sie „besprüht“. Dort wo der Besucher sein digitales Graffitti aufträgt werden Impressionen freigelegt die zuvor von Nutzern auf der Foto-Plattform Flickr zu Mauerthemen abgelegt worden.

Dem Benutzer stehen 2 Spraydosen zu Verfügung mit denen er durch zeitliche Ebenen navigieren kann. Genauer gesagt, in Vergangenheit und Gegenwart. Die blaue Dose ist mit „Mauerinhalten“ der Vergangenheit gefüllt und die grüne Dose mit entsprechenden Themen aus der Gegenwart.

Weitere Informationen zu diesem und weiteren Projekten gibt es hier....


05.02.08

sneezing busstop

  Dass kluge Marketingkonzepte mitunter die halbe Miete sind, mag übertrieben sein. Aber mit seiner aktuellen Kampagne hat das Vancouver Science Center einen spassigen und zugleich bemerkenswerten Weg gefunden den öffentlichen Raum mit einer interaktiven Plakataktion zu erobern.

Die an Haltestellen montierten Plakate machen den Betrachter unter dem Motto "scienceworld – we can explain!" mit einem überdimensionierten Knopf auf puristischem Design neugierig. Drückt man den Button schießt nebst einem Niesgeräusch ein kleiner Wasserstrahl aus dem Plakat und ein Sprecher informiert über ungeahnte Fakten des Niesens.

Ein weiteres Plakat der Kampagne veranschaulicht wieviel ein Biber so täglich Nagen kann.

Sehr schön!

 

12.10.07

Who is Who der Wissenschaftsgeschichte

Zehn Wissenschaftler galt es zu erraten im ToonBlog von Johannes Kretschmer. Wer sich den Spaß nicht nehmen lassen und sein fulminantes Wissen unter Beweis stellen will verdecke mit der linken den unteren Teil dieses Posts und betrachte zunächst das Gruppenbild. Wer könnte hier gemeint sein?


Für alle die immer noch unschlüssig sind kommt hier die Auflösung!

**********************************
1) Gödel : depressiv, Nickelbrille und Unvollständigkeitssatz *hüstel*
2) Röntgen: das war leicht :)
3) Marie Curie: Becquerel hat keine Brüste!
4) Schrödinger: mit seiner Katze - noch miaut sie!
5) Archimedes
6) Gauß: mit seiner Glocke… das war schwierig, ich gebs zu…
7) Pawlow: mag Glocken!
8) Newton: bekommt immer noch Äpfel auf den Kopf
9) Jenner
10) und über allem Einstein.

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