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wissenschaft & medien

Archiv für: März 2006

22.03.06

In Hülle und Fülle

Ist der Markt für Wissenschaftsmagazine übersättigt?

Einen eher pestimistischen Blick in die Zukunft der Wissenschaftsmagazine wirft Wolfgang Hess, Chef von "Bild der Wissenschaft", in einem Interview mit “Die Welt“. Er glaubt, der Trend zu immer mehr Wissenschaft in Zeitschriften, TV und Internet habe seinen Höhepunkt erreicht. Vor allem auf dem Zeitschriftenmarkt werde viel Neues wieder verschwinden: "Die Hälfte der neuen sogenannten Wissensmagazine ist nicht überlebensfähig." Grund: "Diese Magazine werden nur dann in die schwarzen Zahlen kommen, wenn sich genug Anzeigenkunden finden, die ihre Anzeigen auch ordentlich bezahlen. Und da sieht es im Wissensbereich eher düster aus."

Für einen bewussten Sprachgebrauch


(via scicom) Gestern war der erste Welt-Down-Syndrom-Tag. Bei Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21) liegt das 21. Chromosom 3-mal vor, der 21.3. als Datum dieser Aktion ist also idealer Botschaftsträger.
Für das Down-Syndrom wurde lange der Begriff „Mongolismus“ und davon abgeleitet „Mongoloid“ und Ähnliches verwendet. Der aus dem 19. Jahrhundert kommende Begriff ist diskriminierend gegenüber Menschen mit Down-Syndrom sowie Menschen aus der Mongolei. Heute wird er von den meisten Medien nicht mehr verwendet.

Vorurteile gegenüber Menschen mit Down-Syndrom werden aber durch eine Reihe weiterer Formulierungen transportiert, wie zum Beispiel „Down-Kinder“ oder „leidet am Down-Syndrom“. Der Arbeitskreis Down-Syndrom empfiehlt daher:

„Down-Kinder“
Es sind zuerst und vor allem Kinder; das Down-Syndrom ist sekundär: Also: Kinder mit Down-Syndrom.

„leidet am Down-Syndrom“
bei ......liegt ein Down-Syndrom vor

Eine Liste mit weiteren diskriminierenden Formulierungen und Alternativen findet sich hier.

Eine Hilfe im sensiblen Umgang mit Begriffen bietet auch das „Buch der Begriffe. Sprache. Behinderung. Integration“ , herausgegeben von Integration:Österreich. Es ist u.a. für Interessierte aus der Medienbranche gedacht, die sich hier Basiswissen für publizistische Arbeiten abseits der Klischees holen können.
Das Buch kann hier downgeloaded oder bestellt werden.

09.03.06

Spitzenforscher zum sammeln

Da es auf digital science communication noch keine Rubrik "Kurioses" gibt, muss hier eine Kuriosität der besonderen Art vorgestellt werden. Bei Alltooflat sind Sammelkarten von berühmten Wissenschaftlern im Stil der beliebten Panini Sammelbildchen erhältlich . Wer also möchte, kann seinen Sprößlingen zur WM anstelle der schnöden Ballsportler Geistesgrößen an die Hand geben.

Verfügbar sind unter anderem Thomas Edison, Richard Feynman, James Clerk Maxwell, Isaac Newton, Albert Einstein, Marie Curie, Stephen Hawking, James Watson & Francis Crick (siehe Foto) und Jane Goodall.

Wer mehr wissen will klickt hier.....

Universität Gießen produziert Podcast zur politischen Bildung

Während us-amerikanische Universitäten bereits seit geraumer Zeit eigene Podcasts produzieren ist die Giessener Justus-Liebig-Universität hierzulande ein Vorreiter in Sachen podcasting.

Die Professur für Didaktik der Sozialwissenschaften publiziert eine Podcastreihe "Politische Bildung", deren erste Ausgabe jetzt erschienen ist.

Professor Wolfgang Sander, in dessen Arbeitsbereich die Podcast-Reihe produziert wird, will mit diesem neuen Angebot deutschlandweit vor allem Pädagogen in der Praxis und Studierende im Fach ansprechen. Die Podcasts, sagt Sander, seien eine komfortable Möglichkeit, sich mit wenig Zeitaufwand über interessante Themen und Entwicklungen in der Wissenschaft zu informieren. Jede Ausgabe der Reihe wird ein Schwerpunktthema, Besprechungen aktueller Fachliteratur sowie aktuelle Informationen wie zum Beispiel Hinweise auf Fachtagungen und Kongresse enthalten. Passend zum Medium Podcast befasst sich die erste Ausgabe mit dem Thema "Digitale Medien und politische Bildung".

Die Podcasts sowie weitere Informationen sind über das entsprechende Fenster auf der Homepage der Professur für Didaktik der Sozialwissenschaften unter der Internetadresse www.uni-giessen.de/fb03/didaktik/didaktik.htm zu erreichen. Nutzer des iTunes-Musicstore von Apple können auch einfach den Begriff "Politische Bildung" in das Suchfeld der iTunes-Software eingeben, um zum Gießener Podcast zu gelangen.

08.03.06

SZ-Wissen unter den Top 100


SZ-Wissen - Allein in den Top 100

Mit "SZ-Wissen" hat es gerade mal ein Wissenschaftsmagazin nach den Kriterien der "Lead Academy" unter die 100 besten Zeitschriftentitel 2006 geschafft (Platz 29 und 32).

Gewinner des Wettbewerbs wurde eine Ausgabe des "Spiegel", "Silber" ging an das Wirtschaftsmagazin "Brand Eins" und Bronze gab es für eine Ausgabe des "AD Architectural Digest".

Die Offizielle Preisverleihung des "Lead Awards" findet am 16. März in Hamburg statt. Anschließend kann man die ausgewählten Arbeiten bis 28. Mai 2006 in den Hamburger Deichtorhallen unter dem Titel „VisualLeader – das Beste aus deutschen Zeitschriften“ besichtigen. Die Ausstellung kommt auf eine ganz besondere Weise zustande: Eine unabhängige Fachjury durchforstet vielmehr die kompletten Jahrgänge von ca. 200 deutschen Zeitschriftentiteln und sucht preiswürdige Arbeiten heraus. Von einer prominent besetzten Hauptjury wird diese Vorauswahl dann beurteilt und bewertet.

Hier gibt es weitere Informationen....

03.03.06

Zocken für die Wissenschaft

Online-Gewinnspiel des Forschungszentrums Karlsruhe
Mit einem Online-Gewinnspiel macht das Forschungszentrum Karlsruhe auf sein 50-jähriges Bestehen aufmerksam. Wissenschafts- und Technikinteressierte jeden Alters sollen dabei mit Spaß Wissenschaft, Forschung und Technik entdecken. Freigeschaltet ist das Gewinnspiel bis zum 4. September 2006.

Gespielt wird in den Stufen "Junior" für Jugendliche bis einschließlich 16 Jahren und "Standard". Pro Spielrunde müssen 18 von jeweils 3.000 Fragen in den Kategorien Physik und Chemie, Biologie und Medizin, Technik und Informatik sowie Wissen allgemein beantwortet werden. Die erreichten Punkte werden in eine "Hall of Fame" eingetragen. So erhöhen sich mit jedem Spiel die Gewinnchancen auf einen der Hauptpreise. Die Fragen für das Online-Quiz wurden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Forschungszentrums zusammengestellt und in sechs Schwierigkeitsstufen angeordnet. Sein Anliegen ist es, Begeisterung zu wecken für die Welt des Forschens und Entdeckens.

Das Gewinnspiel ist eine Initiative im Rahmen des Jubiläumsprogramms des Forschungszentrums Karlsruhe. Die Sieger in den verschiedenen Kategorien des Spiels werden beim großen Besuchertag des Forschungszentrums am 23. September 2006 ausgezeichnet.

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